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führer Cline, Corey und Schwab, die Inspektoren zu be-
trügen, die Probeplatten zu verfälschen usw., haben Ihrer
Kommission zur Genüge bewiesen, daß die Lieferungen den
Verträgen nicht entsprechen. Der schamlose Charakter
der Schwindeleien, an denen diese Männer sich beteiligt
haben, und die Verachtung des Anstandes und der Wahrheit,
den sie bei der Zeugnisablegung vor Ihrer Kommission be-
wiesen haben, machen sie des Vertrauens unwürdig.“
Carnegies „„Patriotismus‘
Abgesehen von dem besonders abstoßenden Charakter
dieser Schwindeleien, verdienen einige Punkte dieses Be-
richtes einen eigenen Kommentar. Daß Carnegies Werke
Panzerungen von so schlechter Qualität lieferten, daß dar-
aus die Durchlöcherung und der Untergang ganzer Schiffe
mit Mann und Maus resultieren konnte, das war sogar
noch ... erstaunlicher als die Tatsache, daß seine Werke
so unzulänglich mit Schutzvorrichtungen versehen waren,
daß Hunderte von Arbeitern verstümmelt oder getötet
wurden. Im letzteren Falle entsprach es der allgemeinen
Erwartung, daß der mächtige Kapitalist sich um die Wohl-
fahrt und das Leben seiner Arbeiter nicht kümmerte —
das war die „eiserne Geschäftsregel“, Aber im Falle der
nationalen Verteidigung waren es Carnegie und seines-
gleichen, die immerfort ihren großen Patriotismus zur
Schau trugen und einen besonderen „patriotischen Vor-
rang“ beanspruchten, sie waren die ersten, die im Falle
innerer und äußerer Gefahr das Heer und die Flotte zum
Schutze ihres Besitzes und ihrer Handelsinteressen herbei-
tiefen. Sie selber setzten ihre geweihte Haut weder bei
der Handhabung ihrer eigenen Maschinen noch bei per-
sönlichem Kriegsdienst aufs Spiel. Die Männer aber, die
wirklich für sie kämpfen, hätten wenigstens eine gute Be-
waffnung erwarten können — aber nicht einmal diese
bekamen sie. Nicht wenige Offiziere im Heer und in der
Marine brachten Carnegies kürzliche Schenkung von
1750 000 Dollar für das Haager Schiedsgericht in ironi-
schen Zusammenhang mit seinen Marinelieferungen.