vier Millionen Dollar; im nächsten Jahre waren es fünf
Millionen, 1896 sechs Millionen, 1897 sieben Millionen;
und 1898 sogar elfeinhalb Millionen. Während des nächsten
Jahres verdoppelten sie sich beinahe und schwollen auf
zı Millionen an, und im nächsten Jahre (1900) verdoppelten
sie sich abermals auf 40 Millionen. Aber man darf nicht
meinen, das Herabdrücken der Löhne, exzessive Preise und
schwindelhafte Methoden seien die einzigen Faktoren ge-
wesen, die diesen gewaltigen Profitstrom erzeugt hätten.
Die Ära des Aufsaugens
Ein weiterer Faktor, auf den wir schon angespielt haben,
war. die höhere kapitalistische Methode, jedes nur denkbare
Element und Werkzeug, das bei der Stahlproduktion ge-
braucht wurde, in den Besitz der Carnegie-Stahl-Gesell-
schaft zu bringen. Die Zwischenleute wurden in jeder Rich-
tung unterdrückt oder ausgeschaltet. Die Eisenerzlager der
Carnegie-Stahl-Gesellschaft wurden durch Ankauf der
halben Anteile der Oliver-Minengesellschaft in der Mesaba-
Bergkette vermehrt; dafür gab Carnegie ein Darlehen von
einer halben Million Dollar. Die Carnegie-Stahlgesellschaft
besaß ihre eigenen Seedampfer und Eisenbahnen, um das
Erz nach Pittsburg zu befördern, sie besaß ihre eigenen
Koks-, Kohlen-, Kalkstein- und viele andere Unternehmun-
gen, die sämtlich von Carnegie beherrscht wurden. Schwab
bezeugte vor der Industriekommission der Vereinigten
Staaten im Jahre 1900, zu der Carnegie-Stahlgesellschaft
habe eine solche Menge miteinander verbundener Unter-
nehmen gehört, daß man es der Einfachheit halber ratsam
fand, sie alle — 26 oder 27 an der Zahl — zu einer neuen
Gesellschaft, der Carnegie-Gesellschaft, zu verschmelzen.
„Bei Gründung der Gesellschaft,“ sagte Schwab aus,
„war es unsere Absicht, daß sie eine geschlossene Gesellschaft
bleiben sollte; daher setzten wir die Aktien auf je 1000 Dol-
lar fest, damit sie nicht in den Handel gebracht würden.“
Carnegie behielt die Gewalt über diese Carnegie-Gesell-
schaft, so gut wie er sie in jeder einzelnen Gesellschaft be-
sessen hatte.