Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Schwarzhäupter. 
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meldten und einen gueten gesellen zum eltermanne, so da duchtic 
zu ist, loeszgeben.“ 
5) Darnach heisset der elterman die ehesten, so noch heio 
elterleute gewesen, entweichen und sich bereden und einen 
ihrem mittell zum eltermanne loszgeben, so duchtich dazu ist* 
Wan die entwichen seindt, so vermanet der elterman se^^^ 
mitelterleute, auff welche diese wahll alleine stehett, das ein 
seine stimme nicht nach gunst oder ausz neidt oder hasz beson ^ 
redlichen ablegen, damit einer getroffen wirdt, die der bencke 
treuwe und der compaignie nützlich sein mochte, und hat also 
elterman seine erste stimme und so auff der riege nach gebur, 
also die meisten stimmen hatt, der ist elterman. 
1* 
6) Darnach wan solches geschehen, und die ehesten auc 
eingefortert, und ihren stimmen eingebracht haben, heisset 
elterman durch den knecht die vastellavendtsschaffer kommen 
einbringen, was die gemeine der schwartzen heupter lur 
elterman loszgeben; solches gescheende, stehet der elterman 
heissett dem knechte die glocke leuten und tuhtt also seine \ 
abspruch: ^ 
„Ich gebiete zu hören. Wir haben einen guten gesellen 
zu einem eltermanne, der diese löbliche compaignie soll 
stehen und dasselbe nachthun, wasz ich vorgethan habe; ila 
wir zu N. N.“ ypd 
Eetzlich stehet der elterman wieder auff neben der beiic j¡^ 
heisset dem knechte auffklopffen und spricht, welches dan a 
letzte und fünffte abspruch ist: ¿ef 
„Günstigen herren elterleute und ehesten, sowoll ihr bru^l 
schwartzen heupten, semptlich alle! Das ihr auff meine 
alhie erschienen seindt undt mihr folghafftich gewesen, 
ich flessig tanck mit widerbeger, wan hinfurter der ^ 
furbodt thun wirdt, demselben auch folghafftich zu sein* ^g* 
gehet die thur wider auff, so die jungens vorhin geschlos^^^^^^^^,^ 
halten haben. Der elterman aber setzet sich zu den ^^^y^ßlsz, 
und ehesten wider in die bencke und tancket ihnen g 
das sie ihm folghafftich sein gewesen, mit ferner bitte, <^as 
newen elterman hernegest, wan ehr furbodt thun wit^b^ jet 
folghafftich sein wolten, fraget demnach, ob jemandt ^gi^et 
etwas vorzubringen hatt; wirdt aber nichtes vorgebracht, 
ein jeder seinen weg, und hatt diese wahll hirmit ein en
	        
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