318 Dollar im Jahre 1890 auf 374,75 Dollar im Jahre 1907
gestiegen sind. Seit 1907 sind sie beständig weiter gestiegen.
Die Miete beansprucht dazu wenigstens ein Viertel von
dem Lohne des Arbeiters. Man kann daraus entnehmen,
in welche verzweifelte Notlage selbst die „höher bezahlten“
Arbeiter nur durch die Unterhaltskosten getrieben wer-
den. Die Art des Eisenbahnbetriebs verlangt unbedingt
eine englisch sprechende, intelligente Klasse von Ange-
stellten; die Eisenbahnkapitalisten können, soweit der Be-
trieb der Eisenbahnen in Betracht kommt, nicht von Ein-
wandererarbeit abhängen. Der amerikanische Arbeiter ver-
langt bessere Lebensbedingungen, und es gibt beständige
Konflikte zur Erlangung steigender Löhne, um die stei-
genden Kosten des Unterhalts zu befriedigen.
Menschenverwüstung im Eisenbahndienst
Für ihre jämmerlich unangemessenen Löhne müssen sich
527463 von den I 201 681 Dampfbahnarbeitern täglich der
Gefahr aussetzen, verstümmelt, verkrüppelt oder getötet
zu werden. Dasselbe trifft bei 41 299 der 50 473 Arbeiter
an den elektrischen Bahnen zu. Eine Tabellarisierung in
dem neunzehnten Jahresbericht der Znterstate Commerce
Commission (S. 109) zeigt, daß von 1888 bis 1907 im ganzen
53 046 Eisenbahnangestellte getötet und mehr als 800 000
bei der Arbeit verstümmelt oder verkrüppelt worden sind.
Seit 1907 ist diese Verwüstung in ebenso großem Umfange
weitergegangen. Von 1907 bis zum 30. Juni 1912 sind
weitere 15177 Dampfbahnangestellte getötet und 321007
im Dienste verletzt worden. Diese Berichte schließen die
Unfälle auf den Linien der Kopfstation- und Rangier-
gesellschaften nicht mit ein. Auch umfassen sie nicht die
Gesamtsumme der Todesfälle; das Bulletin der Unfälle
Nr. 44 meldet gefühllos, daß nur diejenigen, die sofort
oder innerhalb von 24 Stunden nach dem Unfall
sterben, in den Listen der Getöteten aufgeführt
werden. Die gewöhnlichen Ursachen dieses ungeheuren
Blutbades sind klar genug; es liegt auf der Hand, daß die
Unfälle durch veraltete und billige Einrichtungen hervor-