Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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selbe Skrupellosigkeit — wie der Gründer des Unternehmens;
 infolgedessen ging das Geschäft zurück oder
ging in die Hände eines Schlaueren oder Glücklicheren
über. Bei den Fabriken lagen die Dinge ungefähr ebenso; und
nach dem Auftreten der Arbeiterorganisationen war die
Möglichkeit eines Streiks eine ewige Gefahr für die Rentabilität.
 Auch die Banken waren durchaus keine festen,
unveränderlichen Unternehmungen. Wie bei anderen
Mitteln zum Profitmachen hing auch bei ihnen die Ausdehnung
 der Macht und des Verdienstes von den obwaltenden
 Umständen und zum großen Teil von der Gunst
oder der Politik der Regierung ab. Die die Regierung
beherrschende Partei konnte jeden Augenblick wechseln
und im Bankwesen, im Zollwesen und in anderen Gesetzen
konnte eine diametral verschiedene Politik in Kraft gesetzt
werden.
Diese wechselnden Gesetze kamen freilich nicht den
Volksmassen zugute, denn sie wurden immer nur zugunsten
 der einen oder der anderen Klasse von Besitzenden
gemacht, einer der streitenden Parteien zu genügen. Jeder
einzelne Kaufmann, jede Firma oder Aktiengesellschaft versuchte
 die Konkurrenz aus eigener Kraft oder mit Hilfe der
Gesetze niederzuringen, und je nachdem ihnen das gelang
oder nicht, wechselten die Handelsprofite.

Der unverwundbare Grundbesitz

Der Grundbesitzer war der ruhende Pol in der Erscheinungen
 Flucht. Er konnte so viel Land kaufen, wie er
wollte, und damit machen, was er wollte. Er hatte die Gesetze,
 die er brauchte, und diese Gesetze waren unwandelbar.
Die Interessen aller Grundbesitzer waren identisch — die
der Händler waren verschieden und einander widerstrebend.
Die Grundbesitzer durften den Fortbestand der Grundgesetze
 über den Bodenbesitz annehmen, während der Reeder,
 der Fabrikbesitzer, der Bankier niemals wußte, was für
neue Gesetze der nächste Tag bringen würde.
Mehr noch: der Grundbesitzer hatte ein wirksames und
nie versagendes Hilfsmittel. Die Gesellschaft war sein Teil-
            
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