Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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Die große Ausdehnung des Bodenschwindels

Der Bodenschwindel blühte unausgesetzt. In einem
langen Bericht vom 20. Juni 1834 erklärte die Senatskommission
 für Staatsland, sie habe sich durch Augenschein
von der Tatsache überzeugt, daß in Ohio und anderswo
Vereinigungen von kapitalistischen Spekulanten gegründet
seien zu dem Zweck, bei den öffentlichen Landverkäufen
andere Käufer vom Markt zu verdrängen und Unvermögende
 vom Bieten zurückzuschrecken, Die Kommission
legte dar, wie diese Gesellschaften und Einzelpersonen auf
betrügerische Art große Landkomplexe zu 1,25 Dollar pro
Morgen gekauft und später zu exorbitanten Preisen weiterverkauft
 hätten. Auch wurde erwähnt, daß sie, um diese
Betrügereien durchzuführen, die Register- und Kassenführung
 der Landämter nach Wunsch beeinflußten?).
Ein anderer erschöpfender Bericht wurde am 3. März
1835 von der Senatskommission erstattet. Viele der Spekulanten,
 hieß es darin, hätten hohe Ämter inne in Staaten,
in denen das von ihnen angekaufte Staatsland gelegen sei,
andere seien Leute von „Reichtum und Intelligenz“,
Sie alle aber „seien natürlich bestrebt, die amtlichen Untersuchungen
 dem Volke gegenüber zu verdächtigen‘“. Die
Kommission berichtet, es sei ein Versuch gemacht worden,
 eins ihrer Mitglieder zu ermorden. „Der erste Schritt,“
fährt der Bericht fort, „der für jedes System der Bodenspekulation
 nötig ist, ist, die Beamten zu bestechen durch ein
geheimes Abkommen zwischen den Parteien betreffs eines
bestimmten Gewinnanteils?).“ Die Kommission berichtet
weiter:
„Die Staaten Alabama, Mississippi und Louisiana sind der
Hauptschauplatz der Spekulationen und Betrügereien beim
Ankauf von fiskalischem Besitz und bei der Verteilung der
ganz unglaublichen Gewinne zwischen den Mitgliedern
der verschiedenen Gesellschaften und den Spekulanten.“

1) U. S. Senate Documents, First Session, Twenty-third Congress, 1833—1834,
Bd. 6, No. 461; S. 1—91.
2) U. S. Senate Documents, Second Session, T’wenty-third Congress, Bd. 4,
No. 161, 5.2.
            
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