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erholt, als Vanderbilt triumphierend neue Eisenbahnen
seinem Besitz einverleibte.
Die Erwerbung ging jetzt schon mit fast automatischer
Leichtigkeit von statten.
Ankauf weiterer Bahnlinien
Die Druckerschwärze auf den 44 Millionen Dollar war
kaum trocken geworden, als er schon einen Teil davon
benutzte, um die Majorität der Aktien der Lake Shore-
Eisenbahn, einer Konkurrenzlinie, aufzukaufen. Auf die
gleiche Weise bemächtigte er sich der Canada Süd- und der
Michigan-Zentralbahn.
In einem Staat nach dem anderen setzte er die Aufhebung
alter Gesetze oder den Erlaß neuer durch, bis er die Voll-
macht hatte, verschiedene Bahnlinien, die er zwischen
Buffalo und Chikago erworben, in eine Strecke von
etwa 1300 Meilen Länge zu verschmelzen. Die kommer-
ziellen Klassen waren entsetzt über den Gedanken, eine so
ungeheure Bahnstrecke — damals hielt man sie für unge-
heuer — in den Händen eines kühnen, sieggewohnten Man-
nes vereinigt zu sehen, der die Macht hatte, einen beliebigen
Tribut zu erzwingen. Wieder setzte Vanderbilt die Drucke-
reien in Nahrung, und weitere Millionen Aktien, alles
fiktives Kapital, kamen zu dem bereits stark erhöhten Ka-
pital der Lake Shore- und der Michigan Southern-Eisen-
bahngesellschaft hinzu. Von dem ganzen Aktienkapital
von 62 Millionen Dollar im Jahre 1871 basierte die eine ganze
Hälfte nur auf der Gewißheit, durch Erhebung einer hohen
Fracht- und Passagiertaxe gute Dividenden dafür zahlen zu
können. Bald darauf wurde der Betrag auf 73 Millionen
Dollar erhöht, doch wurde auch dies Kapital in der Folge
noch gesteigert.
Vanderbilt hatte jetzt ein vollständiges Eisenbahnsystem
von New York nach Chikago mit ausgedehnten Zweig-
bahnen. An dieser Stelle müssen wir eine sonderbare An-
erkennung seiner Methode erwähnen, die aus jener Zeit
in unsere übernommen ist. Freilich gaben seine Bewun-
derer damals — wie auch heute — zu, daß Vanderbilt bei der
70)