— 352 —
aber waren keine gewöhnlichen Bürger. Da sie die Macht
hatten, die Parlamente nach ihrem Willen zu lenken, folgten
sie jetzt einfach dem Beispiel ihres Großvaters und zwangen
die Stadt, die kostspielige Eisenkonstruktion größtenteils
zu bezahlen.
Öffentliche Besteuerung als Ersatz für privates Kapital
Die Staatslegislatur von 1892 war besonders willfährig.
Dies Parlament war ganz offenkundig korrupt, wie durch
die skandalöse Frechheit bewiesen wurde, mit der verschie-
dene Plünderungsmaßnahmen genehmigt wurden.
Ein Gesetz kam zur Annahme, das die Stadt New York
zwang, die Hälfte der Kosten der projektierten erhöhten
Bahndimme in Höhe von 1 600 000 Dollar zu bezahlen.
Die Stadt New York mußte also 800 000 Dollar für den
Bau der Strecke südlich vom Harlem bezahlen. Wenn,
führt das Gesetz aus, die Kosten den Betrag von 800 000
Dollar übersteigen, muß die New Yorker Zentralbahn das
Weitere bezahlen. Es wurden weitere Bestimmungen ge-
troffen, durch welche die Stadt New York gezwungen
wurde, die Baukosten der Strecke nördlich vom Harlem
zu bezahlen. Aber wer schloß alle Bauverträge ab und
setzte die Kosten fest? Die Eisenbahngesellschaft selbst.
Sie setzte für Material und Arbeitslohn an, was ihr be-
liebte, und hatte freie Hand in allen Gelddingen. Die
Kontrollkommission der Stadt mußte all ihre eigenmächtigen
Forderungen bewilligen und hatte nicht die Macht, die
Ausgabenaufstellung zu prüfen oder zu beanstanden. Außer
den Beamten der New Yorker Zentralbahn weiß heute nie-
mand, wie hoch die Kosten tatsächlich gewesen sind; es
existieren nur die Aufstellungen der Gesellschaft.
Südlich vom Harlem haben die Kosten diesen Aufstellungen
nach 800 000 Dollar betragen, nördlich vom Harlem 400 000
Dollar. Ohne selbst tatsächlich irgendwelche Kosten zu
haben, bekamen die‘ Vanderbilts einen massiven, vierglei-
sigen erhöhten Bahnkörper, der meilenlang über die Straßen
der Stadt hinführte. Die Einwohner der Stadt New York
mußten insgesamt I 200 000 Dollar Steuern bezahlen, ohne