DEUTSCHLAND. — Sachsen-Weimar-Eisenach.
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nen 184,000 Thlr., welche die regierende Familie aus den Domanialein-
künften vorweg bezieht, nicht in den gewöhnl. Rechnungen. (Auch be
sitzt der Grossherzog in Holstein 3% Q.-M. Landes mit mehr als 8000
Bewohnern und 40,000 Thlr. Ertrag. — Der Militäretat war von
1840—48 durchschnittl. 229,330 Thlr. — Für die Bracker Hafenanlage
Wurden im Ganzen 170,000 Thlr. bestimmt.
Die Schuld, am Ende des grossen Krieges 1’200,000, 1848 fast
abgetragen, war Ende tS60 auf 4’270,000 Thlr. angewachsen, und be
trug 1. Jan. 1864 4'160,000 Thlr., wovon 56,300 auf den Gesammt-
staat, 3’802,800 auf das Herzogthum, 290,300 auf Lübeck und 10,600
(nach einer andern Angabe vom 1. Jan. 1863 • 50,200) auf Birkenfeld
kamen. (In dem Voranschlag für 1864 sind 4800 Thlr. neues Anlehen
für Lübeck und 7500 für Birkenfeld einbegriffen.) Allerdings dienten
1’900,000 Thlr. zur Abfindung für die Bentink’sehen Souveränitätsan
sprüche auf die Herrschaft Knyphausen. Für Abtretung des Jahdegebiets
bezahlte Preussen % Mill. Thlr.
Militär. Conscription mit Stellvertretung ; sechsjährige Dienstzeit,
Wovon 2 in der Reserve. Im Frieden bleiben die Soldaten blos 1 % Jahre
präsent, die sogleich der Reserve Zugetheilten nur 6 Monate. Oldenburg
stellt nach Uebereinkunft die Artillerie auch für Bremen und Lübeck,
zus. 2 Batterien von 1 2 Geschützen, mit dem eigenen Contingente ;
1 Reg. zu 4 Rataill. Infanterie, zu 5 Comp. 3,051]
1 - 3 Schwadr. Reiterei 509/ 4007 Mann.
Artillerie etc. mit 1(5 Kanonen 447j
Die Oldenburg. Marine zählte an Neujahr 1863 640 Schifte von
33,913 Last mit 2725 Mann.
3/fV«sc: Thaler, 10 = 1 feine Mark, also 10 oldenb. Thlr. = 14 preuss.
17. Sacliseii-Weiiiiar-Kisciiacli (Grosslierzogtlium), *)
Kreise
Weimar .
Eisenach .
Neustadt .
Familien .
Männlich
Weiblich
Q.-M.
32.37
21,SO
11.38
05,01
Bevölk.
Ende 1861
140,772
82,444
50,030
“2737252
02,924
Frühere Volkszahl:
1810: 193,809
1834: 238,072
1843: 252,833
1852: 202,524
1858: 207,112
Cou fcssionen (1801):
Protestant. 202,272
Katholiken 9,824
And. Christen (58
Juden . . 1,088
Von den Geburten 1853
bis 01 : 15,50 l’roc. un
ehelich.
133,999 Ausu-underuiu/en :
139,253 1851 : 2,179
1852 : 2,332
1853: 1,802
Städte: ^Veimar 13,887, Eisenach 11,517, Apolda 7732, Jena
6984, Neustadt an der Orla 4 821.
Gehietsvermehrung. Zu Ende des vorigen Jahrhunderts hatte das
»Herzogthum« Weimar etwa 40 Q.-M. und 120,000 Bew. 1815 erhielt
der Fürst, nebst dem »Grossherzogstitcl«, eine Gebietsvergrösserung von
26 Q.-M. mit 75,000 Einw. : die Herrschaften Blankenhain und Un-
*)- Vergl. : »Beiträge zur Statistik des Grossh. Sachs.-Weim.-Eisenach ;
herausgegeben vom grossh. Staatsminist., Depart, d. Innern.« (1804).