thumbs : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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SCHWEIZ.  —  Finanzen.

die  einzelnen  Kantone  zu  Beiträgen  für  Bundeszwecke  verpflichtet  sind
(welche  Beiträge  man  wohl  zunächst  an  den  Post-  und  Zollentschädigungsgeldern ­
  in  Abzug  bringen  würde).  Das  Budget  für  1865  schliesst
ab  mit  18’893,000  Fr.  Einnahme  und  20’119,000  Bedarf,  sonach
1’226,000  Fr.  Deficit.  Da  sich  das  wirkliche  Verhältniss  wie  gewöhnlich
anders  gestalten  wird,  so  ziehen  wir  es  vor,  die  Hauptpositionen  der
wirklichen  Abrechnung  von  1863  mitzutheilen.

Einnahmen.

1)  Ertrag  der  Liegenschaften  51,355,  angelegten  Capitalien  112,262  163,617
2)  Zinsen  von  Betriebscapitalien  und  Vorschüssen  102  679
3)  Regalien  und  Verwaltungen  ;  Zoll  8’540,484,  Post  7’744,082,  Telegr.
  671,885,  Pulver  949,969,  Zündkapseln  28,229,  Telegraphenwerkstätte ­
  89,209,  Münze  1’029,840,  Polytechnicum  41,102  .  .  19’094,799
4)  Kanzleieinnahmen  und  Vergütungen  134]796
Zusammen  19’495,891

Ausgaben.
1)  Zinsvergütungen  (dabei  Verzinsung  des  Münzreservefonds)  .  .
2)  Allgemeine  Verwaltungskosten:  Nationalrath  112,712,  Ständerath ­
  6,725,  Bundesrath  61,000,  Bundesgericht  9,588,  Bundeskanzlei ­
  144,678,  Militär%)ensionen  27,756
3)  Departemente  :  polit.  Den.  126,182,  Inneres368,066,  Militärdep.
17,793,  Finanz-  43,379,  Handels-  und  Zoll-  26,594,  Justiz-  und
Polizeidep.  21,675
4)  Specialverwaltungen:  Militär  3’301,965,  Zoll  3’504,936  (davon:
2^473,196  Entschädigung  an  die  Kantone  als  Loskauf  ihrer  frühem ­
  Zölle),  Post  7’744,082  (dav.  :  Entschädigung  an  die  Kantone ­
  1’608,908),  Telegraph  570,846,  Pulverven^altung  843,983,
Zündkapseln-  38,292,  Münzverw.  1’029,840,  Telegr.-Werkstätte
82,916,  Polytechnicum  381,377
Zus.  (einschliessl.  8997  Fr.  Unvorhergesehenes)
Ueberschuss

201,502
362,459
603,690

17,498,239
18’671,652
824,239

Für  die  Verwaltung  eines  Staates  von  dritthalb’Millionen  Menschen
sind  dies  sehr  geringe  Summen.  Indessen  darf  nicht  übersehen  werden  ;
emerseits,  dass  manche  Ausgabe  für  das  grössere  Gemeinwesen  den  Kantonen ­
  überlassen  bleibt;  anderseits  aber  ebenso,  dass  hier  die  Bruttosummen ­
  mit  einer  Vollständigkeit  eingetragen  sind,  wie  nirgends  sonst
(erscheint  doch  sogar  der  Preis  für  das  von  der  Münze  verwendete  Metall ­
  vollständig  in  der  Hauptrechnung),  und  dass  auch  die  blos  durchlaufenden ­
  Beträge  (Einnahme  der  Post  für  die  Kantone)  hier  aufgeführt
sind.  hassen  wir,  zur  Vergleichung  mit  andern  Staaten,  blos  die
Netto-Summen  ins  Auge,  so  stellt  sich  das  eidgenössische  Budget  folgendermassen
  :

Einnahme:  1)  Directe  Steuern  ;  gar  keine  ;
2)  Indirecte  :  Zölle  .  .  .  .  5*035,548
3)  lieg  alten  :  Post  nichts  (weil  den  Kantonen  zufliessend),  Telegraphen-, ­
  Pulver-,  Zündkapsel-  und  Münzverwaltung  203,252
4)  Ertrag  des  Staatsvermögens  (Domänen)  266,296
5)  Kanzleieinnahmen  134]796
,  Gesammtsumme  der  Netto-Einnahme  5’üjJ9,892
            
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