Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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SCHWEIZ.  —  Land  und  Leute.

Bern  29  01.  resp.  JO,000;  Lausanne  20,515,  resp.  28,000;  St.  Gallen  14,5:12,
resp.  If,frn  11,p;  Freiburg  10,454;  Neuenburg  10,382;  Herisau
;  Chur0990;  Solothurn5910;  Schwyz
")  -'[nderehcdeutcndereGem^nden:  Chaux  de  Fonds  (Neuenb.)  10,778,  Lode

•  tiri:  o  ,,v.  vjiaiieii;  u.ui  ;  uster  (Z,unch
rieh)  5311  ;  Summiswald  (Bern)  5239  ;  Wählern  fBern)  5110
senschaft  zuerd  beigetretenen  Kantone:  Luzern  1332,  Zürich  1351,  Glarus  1352,
Bern  1353  und  Zug  1302  ;  dies  die  »Eulyenossenschaft  der  8  alten  Orte.«  —  3)  Die
»mittleren«  Kantone:  Freiburgund  Solothurn  1481,  Schaffhausen  1501,  Basel
oOl  getheilt  seit  1831  in  Stadt  und  Landschaft),  Appenzell  1513  (getheilt  seit
159/  in  Inner-  und  Ausser-Ilhoden)  ;  dies  «der  Bund  der  13  Orte.«  —  4)  Die
»neuen  F-antone«  :  St  Gallen,  Thurgau,  Aargau,  Waadt,  Graubünden  und  Tessin,
  alle  1/38  und  1S03.  —  o  Die  »neuesten  Kantone«  :  Wallis,  Genf,  Neuenburg ­
  1515  —  )  or  der  Zeit  der  fraiiz.  Revolution  bildeten  die  »13  Orte«  einen
sehr  f  sen  Bund.  Sie  umfassten  kaum  450  Q.-M.  und  970,000  Menschen  Neben ­
  ihiien  bestanden  noch  andere  Städtchen  in  einer  Uuasi-Selbständigkeit,  welche ­
  sich  an  die  Eidgenossenschaft,  oder  vielmehr  an  einzelne  Kantone,  anlehnten; ­
  andere  Gebiete  sodann,  welche  von  ihnen  beherrscht  wurden,  alle  mit  sehr
ungleichen  Rechten.  Zunächf  kamen  die  »rz/z/e/r/mf/l!/?«  Orte«,  die  sich  wieder
mannichlach.schieden.  Die  Einen  waren  die  »Bundesgenossen«  nssnciès,  socii
nemheh  die  Abtei  St.  Gallen  und  die  Städte  St.  Gallen  und  Biel,  mit  dem  Vor-^.l^ßGordnete
  an  die  lagsatzuiig  zu  senden  ;  die  Andern  galten  blos  als
»Mitverbundete  coalite^  confoederati)  :  die  drei  Bünde  Graubündeii  ,  Wallis,
die  Stadt  Muhlhausen  (im  Eisass),  das  Fürsteiithum  Neuenburg,  die  Stadt  Genf
und  ein  Iheil  des  Bisthums  Basel.  Noch  tiefer  standen  die  bloseii  »Schutzverwandten« ­
  :  die  Abtei  Engelberg,  der  Flecken  Gersau  und  der  andere  'l’heil  des
liis^ums  Basel.  Hieran  reiheten  sich  die  »gemeinsamen  Unterthanen«,  oder  die
im  Kriege  unterworfenen  Landschaften,  welche  einem  oder  mehren  der  1.3  eidgenössischen ­
  Stände  gehörten.
Von  den  13  Orten  hatten  7  eine  aristokr.,  0  eine  demokr.  Regierungsform
—  ln  4  der  ersten  herrschte  eine  Geschlechts-  oder  Fatriciatsaristokratie  neml’
m  Ilern,  Solothurn,  Kreibiirç  uml  Luzern;  in  II  eine  Städte-  oder  liOrReruristokratie
  nemheh  in  Zürich,  Ha»el  und  Schaffliausen.  -  Kic  demokr  Kantone
iPiPülüi
gau,  den  8  alten  Orten  gehörend;  das  Freiamt,  theils  denselben,  theils  Zürich,
Bern  und  Glarus  zuständig;  da«  jetzige  Tessin,  ausgenommen  das  Uvinenthal
theils  den  12  alten  Orten,  theils  En,  Schwyz  und  Unterwalden;  das  Rheinthal,
den  8  alten  Orten  und  Appenzell  zuständig;  Waadt  und  ein  Theil  des  Aargail
war  den  Bernern  unterworfen  ;  auch  da^s  selbständige  Bünden  seinerseits  besass
Unterthanenlande:  \  eltlin,  Bormio  und  Chiavenna.  Das  Frickthal  gehörte  zu
Oesterreich.  ”
Die  franz.  Revolution  bewirkte  völlige  Umgestaltung.  Schon  1792  verjagten ­
  die  Bewohner  des  Bisthums  Basel  ihren  Bischof,  und  erklärten  sich  für  eine
Republik.  1793  riss  Frankreich  einen  Theil  dieses  Gebietes,  Pruntrut,  an  sich  ;
1797  einen  andern,  Erguel.  Die  Bewohner  von  Veltlin,  Chiavenna  und  Bormio,
            
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