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3. Entfleischen H.
4. Schwellen in Hundekot, dann Weizenkleie. Auspressen.
Einreiben mit Salz, Schwellen in Feigenbrühe.
B. Gerben mit Sumach, Galläpfeln oder Eichenlohe ^).
6. Trocknen. Nur Schwarz wird nach dem Gerben gefärbt.
Ölen. Falzen auf der Fleischseite. Krispeln.
Saffian.
A.
1. Wässern.
2. a) Äschern,
b) Enthaaren.
3. Entfleischen.
4. Schwellen in Kleienbeize für rot; in Galläpfelbeize für
gelb; Rotfärben vor dem Gerbens.
B. Zusammennähen des Felles zu einem Sack und Füllen der
Gerbbrühe aus Sumach in dasselbe Z.
6. Trocknen. Färben.
Recken.
Schlichten.
Glätten.
Krispeln.
Einreiben mit Öl.
(Saffian ist nicht so mild, mollig und kleinnarbig als der Cor-
duan, jedoch ebenso glänzend und schön von Farbe 6 ). Ursprüng
lich aus Ziegenfellen hergestellt.)
Mineralgerbungen.
Wir führen hier nur an das Schema der Weißgerberei; denn die
Eisengerberei hat noch keine praktische Bedeutung erlangt und die Chrom
gerberei in ihren modernen Methoden des Ein- und Zweibadverfahrens
schließt sich in der Vorarbeit und in der Zurichterei an die Methoden
der feinen oder schweren Leder an, je nach dem beabsichtigten Zwecke,
während das eigentliche Gerbeverfahren im engeren Sinne für uns
nicht in Betracht kommt.
*) Weigel * *) unterscheidet im 17. Jahrhundert einen Glanzcorduan und einen
rauhen Corduan.
-) Vgl. Justi 1780, Bd. II, S. 584; Prechtl 1838, S. 276; Beckmann 1796,
S. 289. -1 Vgl. Poppe 1837, S. 337.
4 ) Jacobson 1782, Bd. III, S. 480; Wagner 1873, S. 279 Prechtl 1838,
S. 276. °) Justi 1780, Bd. II, S. 586
*) Weigel 1698, S. 624.