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Arbeitskraft in Jagd- und Fischzügen übermäßig angestrengt, während,
darauf wieder Zeiten der Muße und der Unverwertbarkeit der Arbeitskraft
folgen. In der gleichen Weise wechseln Ueberfluß und Mangel,
je nachdem Jagdzüge von Erfolg gekrönt waren und der Ernteausfall
sich gestaltete, Die Urkunden aus dem Mittelalter berichten von. jenem
Wechsel zwischen grenzenloser Hungersnot, welche die Bevölkerung
dezimiert, und Ernteüberfluß, wo ein Teil des Ertrages keine Verwertung
finden kann, Die Bevölkerung gewöhnt sich daher daran, bald
zu darben, bald zu schwelgen, überhaupt nur dem Moment zu leben.
3. Die erzielten Produkte, in der Hauptsache Nahrungsmittel,
eignen sich nicht zur Aufbewahrung, sondern gehen leicht zu Grunde.
Auch deshalb wird verbraucht, was. erzielt ist, ohne Vorsorge für die
Zukunft. Es fehlt an dem entsprechenden Mittel, Ueberschüsse als
Reserve aufzuspeichern und daher überhaupt Wohlstand zu erzielen.
Aus demselben Grunde gebricht es an jeder Anregung, mehr zu leisten
und die Leistungsfähigkeit allseitig auszubilden. Schlaffes Hinvegetieren
ist zur Zeit der Naturalwirtschaft das Gewöhnliche, die allgemeine
Stagnation läßt Jahrhunderte vergehen ohne einen wesentlichen Fortschritt.
4. Da es an den Hilfsmitteln des Kapitales fehlt, ist die völlige
Abhängigkeit von der Natur gegeben, die der Mensch nicht beherrscht,
sondern von der er, wie die Tierwelt, völlig beherrscht wird.
5. Es stehen sich allein die Inhaber des Grund und Bodens und
der Arbeitskraft gegenüber, Da der letztere ohne Grund und Boden
seine Kraft nicht verwerten kann, ist er in unbedingter Abhängigkeit
von jenen, Es bildet sich daher allgemein entweder die persönliche
Sklaverei oder das Hörigkeitsverhältnis, die Gebundenheit an die Scholle
aus, die sowohl im Altertume, wie im Mittelalter und in der Gegenwart
bei den primitivsten Völkerschaften zu finden sind. .
6. Dies überträgt sich auch auf die politische Organisation. Wie
der Grundherr den Bauern Land zur Benutzung überläßt gegen Naturallieferungen
und Dienste mannigfaltiger Art, so belohnt der Staat die
ihm geleisteten Dienste durch Belehnung mit Land, sowohl an
Beamte, wie an die Heeresfolge leistenden Vasallen, die dasselbe
wiederum, da sie es nicht selbst verwerten können, in der gleichen
Weise an Bauern überlassen, Es bildet sich der Lehns- oder Feudalstaat
aus mit ausgedehnter Domanialwirtschaft, die nicht nur während
des Mittelalters in Deutschland zu finden ist, sondern auch in Persien
zur Zeit der Blüte, im alten Mexiko zur Zeit der Entdeckung Amerikas
and in Japan noch in späterer Zeit,
1. In dem Gelde gewinnt die Bevölkerung nun ein vorzügliches
Sparmittel, in welches alle Ueberschüsse der Wirtschaft umgesetzt und
als Reserve aufgesammelt werden können, dadurch ist die Möglichkeit
geboten, einen Ausgleich zwischen Ueberfluß und Mangel herbeizuführen.
Die Produktion wie die Konsumtion erlangen eine größere
Gleichmäßigkeit, die überaus wohlthätig wirkt. Die Vorsorge für die
Zukunft beherrschtin bedeutsamer Weise das ganze wirtschaftliche Leben.
2, Da der Nutzen des Sparens in jedem Momente zur Geltung
kommt, wird durch das Geld eine intensive Anregung zum Arbeiten
über den augenblicklichen Bedarf gegeben, und. damit die Steigerung
des Volkswohlstandes in besonderer Weise angebahnt.
3. Die herrschende Klasse läßt sich die ihr gebührenden Abzaben
immer mehr in Geld bezahlen, um damit im Bezuge des Be-Politische
Wirkung.
zxeldwirtschaft.