Full text : Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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VII. Abfdhnitt: Einzelne Schuldverhältniffe.

Cbhenfo find andere Cigenfhaften der verkauften Forderung zu
handeln 3. B. Rerzinslichfeit, Kündbarkeit), bal. Bolze Bd. 17 Nr. 319 un
Düringer-Sachenburg a. a. DO. 5
Onfolge der Faffung des 8 119, der nur den Irrtum über Eigenfchaften der
Berfon oder Sache al8 CE erachtet, Tann bier beim Sorderungstau
auch eine Dan des Käufers wegen Frrtums in diejer Beziehung
nicht f{tatthaben Diringer-Hadhenburg a. 0. DO). Vol. aud RGE. be!
ee Erg.-Bd. 1909 Nr, 528, Recht 1909 Nr. 3044 und Sur. Wichr. 190°
S, .
7. Yeber die Rechtsfragen heim Kaufe eines Theaterbillet8 und Nbänderung
der Vorftellung vol. Reßler im „Hecht“ 1904 S. 438 und Conrades dajelbit S. 52
8, Neber den Einfluß einer Kenntnis deg Käufers f. 8 439 mit Bem. Das Willen
des Käufers kann fich aber auch nur auf einen Nechtsmangel beziehen, wodurch N
Bertretungspflicht des Verfänfers im übrigen nicht behoben wird, bval. Benbix a. a.
IT, %bf. 2: Befonderheit beim Verkauf eines Wertbabiers: 5
Das Wort „Wertpapier“ fteht hier im weiten Sinne. € fommen namentlich ke
Betracht ScoOuldverfhreibungen auf den Inhaber, Wedfel, Orderpapiere CO
Urkunden der im HOB. S 363 aufgeführten Art. (Vol. auG BOY. 8 799, BEN
$$ 1003 F.) ®ure neueren Rechtes find gleichfalls den MWertbabieren zuzuzählen (DAL
NOS. Bd. 47 S. 106, Bd. 54 S. 350 ff. und auch 8 1 des Depotgefebes bom 5. Suli 1890)
1 N Nußbanm, Üeber Gejchäfte in Kuren zwifdben Bankier und Kunden, 23. 191
S, A
‚4. Serborzubeben ift, daß beim Verkaufe von Wertpapieren im allge
meinen gleichfalls die Grundfjäße des Xbf. 1 maßgebend find |]. Bem. I,
a) Der Verkäufer haftet alfo in8befondere wegen mangelnder Eri Ken des
Itechtes 3. B. e8 fehlt die erforderliche StaatSgenehmigung hei Schuldver-Ihreibungen
 auf den Inhaber oder der eigene Wechfel i{t ar eigene Order
geltellt oder die Urkunde n falfch oder  DeLHALICOt oder die UnterfoOriften auf
em Wechfel find unecht; die Srundfäße über Zrrtum find hier nicht an‘
wendbar). Bal. auch Drücmann, Neber Kundenbapiere, Gl f, Nofl. i. Bez
d. Kammerger. 1906 S. 1 und 2. ;
Das gleiche gilt, wenn das in ber Urkunde verbriefte Recht erloichen ift
oder wenn dem echte eine die Geltendmachung des Rechtes ausfchließende
Einrede G. B. Verjährung) entgegeniteht oder die Urkunde für fraftlos erflät!
ift. Val. Düringer-Hachenburg (1. uf.) Bd. 3 S. 37 ff.
Ueber Verkauf einer Aftie mit gefehlih unzuläffigem Betrage f. Bem, 1, 5
Ueber Verkauf von Aktien über 1000 2. ohne Zuftimmung des Aufficht?:
vatS und der Generalverfammlung 1. Staub in Anm. 8 zu 8222 HGB. und
aud) Sacobi, Wertpapiere S. 354 Anm. 1.
Die frühere Auffajiung des Neichsgeriht8 (insbel. Bd. 59 S. 240, aud
©. Sur.3. 1905 S, 217, 218), daß tatfädhlidhe Mängel des Unter”
nehmens und die fi9 darau3 ergebende AWertlofigkeit der Mftien dem
Köufer von Aktien feinen Wandelungsanipruch gäben und ein Anfpruch gegen
den Verkäufer hier nur möglich fei im Falle der Arglift oder wegen Yadrläffigfeit
 bei der Empfehlung (3. B. des verfaufenden Bankier8), nimmt Den
Begriff der Sacheigenichaft zu enge, foldhenfall® wird vielmehr häufig zugleiß
eine Haftung eg Sahmangel8 (88 459 1.) anzunehmen fein (4. aut
unten Dem. 8 und insbe]. Staub Anm. 12 zu $ 381 G@®B.; das EEE DEE
felöft hat feine frühere Yuffaflung al8 „nicht unbedenklich“ erklärt, |. ROC-3b.
 63 S, 61 und Zur. Wichr. 1909 S, 492). DVal. ferner zur Hrage der
Haftung des Bankiers aus der Empfehlung von Wertpapieren
näher S 676 und Bem. Hiezu.
8) Wegen der Zufiderung von Nebenrechten 2. val. unten Bem. 7.
2, Der Abf. 2 erftrect diefe Haftung aber „auch“ auf den Fall daß das
berfaufte Wertpapier zum 3wede der Kraftloserklärung aufgeboten
üf. Denn „der Käufer it hier in ähnlicher Lage, wie der Nüufer eine8 dem erfäufer
nicht zuftehenden Rechte8, fofern er Gefahr läuft, des Nechte8 aus den Babiere verluftig
zu werden. Nach der Muffaltung be8 VBerfehr8 it dem Käufer eines Wertpapier8 nicht zUzumuten,
 Daß er ich darüber bergewilfere, ob gegen dasfelbe ein MAufgebotsverfahren fchwebf-Vielmehr
 darf er fich darauf verlaften, daß der Verkäufer die bi8 zum Vertragsichluß ein“
geiretenen, da8 Bapier berührenden Borgänge feinerfeits verfolgt hat“ (D. 58, N. I, 655)
Sol. Diezu auch Sacobi, Necht der Wertpapiere S. 39 und Düringer-Hachenbura a. a. D-S,
 N

a)
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