Full text : Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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VII. Abf{chnitt: Einzelne Scohuldverhältniffe.

inbef. S. 414 und Dernburg, Preuß. Privatrecht II & 109, fowie Bürger.
%. 88 124, 309, dagegen aber Landmann Anm. 2, h zu 8 115 Gew.D.,
Sigel a. a. ©. S. 94 Sinzheimer a. a. D. S. 8; val. hiezu auch ROS. in
StS. Bd. 26 S. 208, Bd. 29 S. 95 und ferner D. Kur.3. 1901 S. 304
ınd 1902 S, 47.
Segenüber der Forderung einer Borfhuß- und AbiOlag3zahlung
(= vorzeitige Teilleiftung) fan der Dienftberechtigte regelmäßig nicht auf
TEE D. & bon Dbiefer megen einer Gegenforderung keinen Abzug machen;
ogl. hiezu 8 387 und Lotmar Bd. 1 S. 420 ff.
Neber Iandesgefegliche Borfchriften hinfichtlich der Buläffigfeit der
Yufrecdhnung gegen Gebhaltsan/vrüche von Beamten al. Art. 81 ES. mit
Bem. und ROEC, Bd. 55 S. 1 ff.
2. Das Zurüdbehnitungsremt (vol. hiezuw auch oben Bem. V, 2, b):;
Sm allgemeinen ift davon auszugehen, daß die Normen über das gewöhnliche
ED U (SS 273 ff.) auch bier gelten müflen. Don der Aufrechnung {ft die
urückbehaltung prinzipiell zu untericheiden, zumal leßtere immer nur ein Yroviforium
in RO fließt im Gegenfaße zur an Maßregel der Aufrechnung.
8) Hervorzuheben ijt, daß die Befugnis der Dienftberechtigten, nad Maßgabe
0088 er erft na zuleiften, fein Zurücbehaltungsrecht im Sinne des 8 273
darftellt.
Eine befondere aus 8 394 hier einfchlägige Streitfrage, die für die Praxis
von großer Wichtigkeit Hit, kiegt darin, ob im Hinblick auf & 394 gegenüber
 Lohnaniprüchen in gleicher Weile wie die Mufredhnung auch
ein Zurücdbehaltungsredt auszufdoließen jei oder nicht.
Die Frage ift {ehr beftritten:
Hür die Zuläffigkeit des BurüdbehaltungsSrechts {ind bier:
Burchardt in D. Iur.3. 1900 S. 264, Dernburg Bd. II, S. 127, Langheineken
3.0, 0. S. 113, Meyer, Das Itecht der Befchlagnahme S. 41, Rehbein S. 91,
Joh8S in Jur. Wicdhr. 1902 S. 602, Schmelzle in BI. f. RA. Bd. 66 S. 293,
Schollmeyer Ben. 1 zu S 394 und eingehend Schlegelberger, Das Zurück
yehaltungsrecht (1904) ©. 123 ff.; ferner Urt. d. DUO. Koftod vom
21. November 1901 in D. On 1902_S, 488, Ripr. d. DLSG. (Köln) Bd. 4
S. 456, (Moftocl) S. 28, (Kiel) Bd. 6 S. 225 und (Kammerger.) S. 493, 424,
DE Sn Komm. zum SGB. Anm. 45 Nr. 5 zu 8 59, Seuff, Arch.
Bd. Y. 115.
Gegen die Zuläffigfeit haben Fi ausgefprochen: Zuld in Bl. f, RA.
Bd. 66 S. 104 ff., FröhlihH in Kur. Wichr. 1903 S. 118, hefonder8 eingehend
terner Lotmar Bd. 1 S. 430 ff., Prenner a. a. OD. S. 20, Sigel a. a. D.
S. 116, Sinzheimer, Zohn und Aufrechnung S. 77 ff. umd Recht 1903 S. 426,
Sandmann, Comm. zu S$ 115 Gew.D., DLS. Marienwerder in Seuff. Arch.
Bd. 65 Nr. 22. Val. ferner auch Wallroth im Arch. f. bürgerl. N. Bd. 24
S. 250 ff.: „Die Verfuche einer Durchbrechung des Sehens beLbeRS
der fich gleichfalls aus allgemeinen und befonderen Gründen egen die Zufäffigfeit
 wendet, fowie Auerswald in D. Iur.3. 1909 S. 630 ©
Hür die Zuläffigkeit des tor haltungSrecDi8 iprechen aber
mmSbefondere folgende Gründe: Das BGB. felbjt enthält keine VBorfchrift
Aber eine Unzuläjfigfeit des Hurückbehaltungsrechts einer unpfändbaren Lohn-‘orderung.
 Man verfucht freilich die Unzuläfiigfeit aus dem Verbote der
Aufrechnung nach $394 Sag 1 abzuleiten, durch Schluß a majori ad minus;
dagegen läßt ih aber vorbringen, daß Aufrechnung und lang
zetrennte Gebiete ausmachen: Die Burücbehaltung if die Fordesung
 Dbefteben und gewährt nur einen probijorifh gedachten Aurffchub
Drer Begleichung, die Yufrehnung dagegen tilgt die Forderung und zwar
wird bie Befriedigung hiebei dem Gläubiger unmittelbar aufgezwungen.
Auch aus dem Dienitvertrage felbit Iißt ich ein derartiges Verbot nicht
herleiten, denn in den Fällen des S4 Nr. 2 und 3 des Sobnbefhlagnahmezefeße8
 ift die Pfändung des ganzen Lohnes unbefdhränkt geftattet. Auch
auf 8119a ®ew.D. kann in diefer Hinficht Bezug genommen werden. er
jerner Dem. I, 1 zu 8 273 und die Bem. zu 8394; vgl. audh noch Wolff Tb.,
im Arch. f. bürgerl. I. Bd. 26 (1905) S, 315 ff.
3. Ein weiteres DekungsSmittel bildet die fog. ESinbehaltung, die an fi@_ von
Yufrednung und Zurücbehaltung verfchieden ijt val. hierüber um einzelnen Qotmar Bd. 1
S. 432 ff). Gefjeblich kommt joldhe in S& 53 des Arankfenverficherungsgefebes vom
(9. Wyril 1892 vor (val. auch SS 65 Abi. 3, 72 Ubi. 3, 73 Abi. DU), fowie in 88 131 ıumbd
            
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