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neyer Erg.-Bd. 1909 Nr. 447 (Bilicht des Dienitherrn, eine ge-
‘ührlidhe Art des SenfterpußenS zu verbieten).
Die Verantwortlichkeit des Dienjtherrın für Anord-
nungen feiner Berireter und Gehilfen bemißt (ih auch
hier nach den einfhlägigen allgemeinen Rechtagrundfägen BOB. S 278);
5gl. Diez Yipr. d. DLS®. (Stettin) Bd. 6 S, 80 if, (Celle) Bd. 6
S. 81. und Senf. Arch. Bd. 57 Nr. 171 jowie NRipr. d. DLG.
Stettin) Bd. 9 S. 287, Recht 1907 Nr. 3795. | ,
. Ueber Bertretung des Ehemann? durch Anweihungen Teitens
der Chefrau vgl. Yur. Wichr, 1906 S. 460 und vgl. au ipr. d.
DL. (Celle) Bd. 17 S. 411 (Unfall des Dienjtmädhchen8).
% 2, Abi. 2 de3 S 618 bezieht HH (edialich auf Jolche Dienitverpflidhtete, „welche in
Et Dienitverhältnis und wegen diefes in die Häusliche Gemeinjaft des
Dienitberechtigten aufgenommen find al. hierüber Bem. MU, 3 zu 8 617). Seßterer if
Jienach verpflichtet, für dem Dienitleiftenden in Anfehung:
a) des Wohn- und Schlafraums, .
b) der Verpflegung,
di e) der Arbeits: und Srholungszeit
ie erforderlichen Einridhtungen und Anordnungen 3 treffen.
x) Was erforderlich ift, bemißt ji nach drei zufammentreffenden GefichtS-
punkten, nämlich nach den Anforderungen der SGefundheit, Sitt-
‘iOfeit, Religion.
Der Dienfigeber ift darnadh 3. B, verpflichtet, die Arbeit8zeit ent
‚predhend mößig zu halten, namentlich anftändige und Sa Schlaf-
üume zu EEE id dem Dienftleiftenden Zeit zum irchengange 3uU
Taffen, ja felbit einem Katholiken an gebotenen Fafttagen Die Diefür
antiprechende Koi zu verabreichen (außer in übermiegend proteftantij chen
Bezirfen, mie Dertmann in Bem, 2, C, d richtig En ränft). Sn feiner
er gedachten Richtungen kann aber der Dienitleiltende Ungewöhnliches
verlangen, Das feiner Stellung nicht entipricdht. Der Regulator liegt
nch hier im S& 242 BGB. und in defjen Sag, daß die Leiftung HetS
‘0 zu bewirken ilt, mie Treu und Glauben mit Rücficht auf die
Berfehr3iitte eS erfordern. ®erabe die Berfehräfitte Kann bier in der
Beurteilung der VBerhältnifie mandhe Unterfheidungen nahe legen, fo
+ B. zwijchen einer Dichtbevölferten Stadt und dem platten Lande,
‚wifchen den verichiedenartigen Lebensftellungen und Lebensgewohn-
jeiten der Bedienfteten, ja jelbft nach der Urt der Dienftleiftung.
Sin Bierdbewärter 3. DB. braucht andere Unterkunft wie ein Tormärter,
ne Stallmagd hat geringere Bedürfnifle al8 eine Gouvernante. (Der
Wirtihaftsdienftbote fanıt verlangen, daß er eigene8 Bett erhält, vgl.
Bew.®. Bd. 8 S. 162 hei Warneyer Bd. 2 zu $ 618.)
Unter Xrbeita8zeit wird hier die Zeit gedacht, 4 welcher Der ZUr
Dienitleiftung Lerpflichtete Dienite zu leiten hat, vgl. hiezu Lotmar
Bd. 1 S. 266 und 470. Die Arbeitszeit wird vom Dienitberechtigten
beftimmt, mie überhaupt die in Ab). 2 vermeinten Anordnungen und
Einrichtungen in diefem Sinne zugfei® der Ausiluß eine Rechtes
208 a find, vol. hierüber Sotmar Bo. 1 S. 474,
064, e
Y. Folgen der Berabfäumung:
a) Was im 8 618 BGB. verordnet wird, if privatrechtlicdher Natur, Die
SefebeSitelle {pridht daber auch nur von denjenigen Folgen der Nidt-
A Jolcher Pilichten, die fih auf dem dee
ergeben. a8 etwa auf ©rumd öffentlidhrecdhtlidher Bor Qriften
geboten ift und allenfalls der Kolizeibehürde oder dem Strafrichter zuiteht,
it eine Sache für (ich.
Yuf dem privatrehtlidhen Gebiete fönnen Berabfäumungen der
dem Dienjtherrn durch S 618 auferlegten Verpflichtungen dem Dienftleiftenden
vor allem nach SS 626 If. ein außerordentliches KQündigungsSreht adden
Tbheoretijch Hände ihm auch ein Xl1ag erecdht auf Erfüllung jener Pflichten
zu (f. Qotmar Bd. 2 S, 278). RBraktifch wird eine folche Klage freilich jelten geitellt
werden. Befondere Bedentung hat aber der durch S 618 Abi. 3 gewährte Un
1pruc auf SchhadbenzZerfaß, der hier hefonders$ qualifizierter Natur ift.
Selbitverftändlich it auch hier NMorausjebung für einen Erfaßanfpruch, daß ein
vom Anfpruchskläger zu ermweifender, für das SBrivatrechtägebiet in Betracht
Ra
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