6. Titel: Dienftvertrag. SS 629, 6530.
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Hältniß und deffen Dauer fordern. Das Beugnik ft auf Verlangen auf Die
Seiftungen und die Führung im Dienfte zu er|trecden.
& II, 568; IL, 620,
Der Anfpruh auf ein Dienftzeugnis,
I, Entitehung der Vorfchrift; Berhältnis zu Sonderbeitimmungen.
a) 8 630 wurde von der Il. Komm. eingeitellt (B. 1, 307 ff.) und zwar nach
dem Vorgange von 8 113 Gew.D., wobei defjen Ubi. 1 und 2 hier verall-
gemeinert murden. Im Bereiche der Gemw.&). bleibt natürlich jener & 113
100 wie bor im feinem ganzen Umfang in Geltung (Urt, 32 ES. z. BOB.)
3 73 OB. enthält in Ab). 1 für Sandlungsgebilten eine ganz
mmaloge Beitimmung, ebenjo die 88 19 ff. der Seemann8vrdnung
mür Seeleute, |
Xür das Gebiet des Gefinderecht3 behielt S 95 ESG. z. BOB. landes-
cechtlidhe Regelung vor, insbefondere Hinfichtlih der Schadenserfakpilicht
yeSienigen, welder ein unrichtiges Dienftzeugnis ausitellt. Bol. hiezu
Borbem. IX vor $ 611.
. Soweit aber jolde Sonderbeitimmungen im SGefinderedhte nicht vor-
liegen, bleibt e8 bei der Geltung des & 630 BOB, au für daS Gelinde,
S 2, Diefe allgemeine Borfchrift gibt dem Dienitverpflichteten einen Anfprugh auf
Ausitellung des gejeblim vorgefehenen Beugnifftes.
a) Diejer Anfpruch it mit InOE verfolgbar (vol. hiezat auch Baum S. 174 ff.)
Er it, wie in WB. II, 308 ausdrücklich Berhatar toben wurde, nicht öffentlich:
cechtlicher, fondern privatredhtlidher Natur als Ausfluß des Vertrags
verbältnifies. Darum gehört auch die Geltendmachung diefe3 Anfpruchs
‘foweit nicht etwas anderes durch ausdrückliche GejegeSvorfchrift beftimmt
jeim Jollte) auf den Bien 13 GBVG.). Neber_ die Natur
des Anfpruchs val. auch Langheineken, Anfpruch und Einrede S. 111.
Der Anfpruch auf das Zeugnis it aber mehriadh befOränkt:
x) Er greift erft Blaß bei A des Dienftverhältniffes, nicht
ion von der Kündigung ab. Veßtere Modalität wurde aqusS-
arücklich abgelehnt nach RIK. 50, StB. 97 ff.) Vol. hiezu au Ripr.
b. OLG. (Darmiradt) Bd. 3 S. 78. A. M. Staub Anm. 3 zu $ 78 OB.
Marcus, Hecht 1902 S. 610, 611, der die Tatjache der Kündigung
>ntiheiden laten will, DL®. Kolmar in Buchelts Ztichr. Bd. 33
3. 544 und neuerlich Dertmann Bem. 4; auf dem Gebiete des Handels-
cecht3 umd SGemwerberechts it die andere Meinung vorherrichend, val.
5ierüber Bendir a. a. DO. S. 116, Dertel, Jächt. Arch. Bd. 12 S. 28).
Die Zeugnispflicht beiteht nicht bei jedem Dienftverhältnitie, {ondern
nur bei einem 1olden von Dauer. Ueber diefen Begrüt vol. oben
Bem. UI zu S 617 und auch Bem. Il zu S 622. Bie lange im
zegebenen alle das Dienuverhältnis gedauert hot darauf kommt
michtS an (vgl. NGE. in Puchelt8 Ztichr. Bd. 36 S. 641).
e) Ueber die Dauer des AnfprudhS vgl. unten Bem. 5.
d) Berpflichtet zur N für die Megel der Dienftberehtigte,
val. Kbrigens au Nipr. d. DLG. Bd. 3 S. 410 (®ut8infpektor).
Inhalt des Zeugniffes.
a) Dieler eritrect {ich nad S 630 zunächtt nur auf die Betätigung der Art
ınd der Dauer des Dienitverhäliniffes, Die Ginzufügung von ehbeimen
Beiden braucht fidh der Dienftverpflicdhtete nicht gefallen zu ofen Neber
te Hrage, ob ein Bufaß verlangt werden kann, daß der Dienftpflichtige den
Dienft auf eigenen Wunfch verlalie, val. Gew.®. Bd. 11 S. 270. Darüber,
welche Zeitdauer bei Bertragsbruch des Arbeitaeber8 von dem Heugnis
umfaßt werden foll, vgl. Köhne, Gew. u. Kaufm.Ger. Bd. 13 S. 194.
Tine Ausdehnung auf Seiltungen und Führung im Dienfte quali“
Hiziertes Beugnt8) {ft bedingt durch ein befondereS Berlangen des
Dienitpflihtigen. Sit diefes geitellt, To muß der Dienitberechtigte auch
darüber Beugmiß erteilen. Sit ein qualifiziertes Zeugni8 nicht verlangt,
fan der Dienitnehmer ein folche8 Beugnis zurücweifen und ein anderes im
zefeblich befchränkten Umfange verlangen (val. au Ripr. d. DLSG. [Dresden]
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ienftzeugni8, HolbheimsMSchr. Bd. 14 S. 209; Brüdmann, DaZ Recht auf richtiges
dienitzeugnis, Bl f. RU. Bd. 69 S. 449 ff., 518 ff; Bendirx, Drei Fragen au8 dem
Dienftzeuanisrecht, Arch. f. bürgerl. N. Bd. 28 S. 94 ff.