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VII YAojdnitt: Einzelne Schuldverhältniffe,
Bb. 29 S. 111). Wenn En ein durch A berzuftellender
Erfolg den SGegenitand des Vertrags bildet (mas 3. 5. gewöhnlich bei der
eleftrifdhen Beleuchtung eines Saufes im Anfchluß an ein Clektrizitätswert
zutreffen wird), fo wird für die Regel ein Werkvertrag im Sinne des 8 631
anzunehmen jein. Val. ferner eingehend Schlecht in Bl. f. RU, Bd. 66
S. 8 ff, 31 ff, Verträge über Liejerung eletfrüicher Ströme, und in der
Separatichrift, Das Necht der Elektrizität, München 1906, f. auch die Bem.
zu $ 631, und Dem. 10 3u S 598, fowie ferner bayr. Öberft. LG. Bd. 4
{mn 3.) S. 548 (notarielle Jorm des Vertrags). Für die Sach qualität der
Cfeftrizität tritt bagegen neuerlich ein Bfleghart, Die Elektrizität als Recht3-
objeft S, 44 ff. und im Arch. f. bürgerl, %. Bd. 24 S. 300 ff.; bal. ferner
au Dertmann in leßtgenannter Zeitichrift Bd. 22 S, 340, {jowie Mittelftein,
Niiete S. 12 ff. und Kloeß im Archiv f. d. zivilift. Praris Bd. 103 (1908) S. 34 ff.
„Neber den fog, Kalifalzbertrag val. RKammerger. vom 26. Oktober
1903 im Sahrb. d. Nammerger. Bd. 27, B, 6.
Wegen eine8 Abkommens, wonach der Verpächter verpflichtet ift, das
Snbentar na Ablauf der Pacht zu übernehmen (Kaufvertrag?) val. Kipr.
d. DLSG. (Kafiel) Bd. 17 S. 16.
Veiter3 (insbefondere bei der fog. Teilpadht; yal. unten II, B, 2, c) fann
auch fraglich werden, ob Pacht oder ein GejellfGaftsbertrog vorliegt.
„.... ‚Der Gefellfhaftsvertrag erfordert, daß die Gefjellichafter jich_ gegen-
jeitig verpflichten, die Erreichung eines ET amen Bwede8 zu fördern,
während hei der Pacht der Pächter den Bachtgegenitand aus eigenen RAräften
nußt und der Verpächter nur einen Teil des vom Pächter allein erzielten
Gewinnes erhält. Auch mird zu prüfen fein, ob die SGegenleiftung nach
Abiicht der Varteien wirflih als BachtzinS gemeint ift.
. Mehrere Vächter Können felbitverftändlich untereinander in
einem ®efelljchaftSverbältniffe Itehen, wie 3. B. bei der Yagdpacht das
bayrifche Jagdagefes enthält in Urt. 12 eine brivatrechtliche Beftimmung über
das Verhältnis von mehreren Mitpächtern einer Sagd Aueinander; Dal, hiezu
Pollwein, Komm. 3. Jagd®.). . N 5
Ueber Unterfchied zwijchen Pacht und Dienfimiete (Gehilfe in einer Gaft-
wirt{cdhaft) 1. Seuff. Arch. Bd. 57 Nr. 210 und IiYjpr. d. VL®. Bd. 10 S. 171
Bewachung und Inftandhaltung von Toiletten), fowie auch Bad. Mfpr. 1907
a N eelicen Bachtvertrag, der überwiegend Elemente des Dienitvertrags in
1 ießt).
Hinfichtlih der Gebrauchsiüberlaffung einer Mühle val. DLG. Stettin,
Recht 1906 S. 441. |
HL. Sonitige algemeine Bemerkungen:
1. ea der Form des Bachtvertrags gilt daS gleiche, wie bei der Miete.
Auch der Bachtvertrag tft daher an fi an keine Jorm gebunden, aber wie bei der Miete
bedarf ein Bachtvertrag über ein ©rundftück, der für längere Beit al ein Jahr
gefchloffen wird, der 1hriftlidhen Form S 566). Auf einen Sagbpamtbertrag
trifit diefe Formborfhrift aber nicht zu, da ja hier nicht die Orunditücke den unmittel-
baren Vertragsgegenitand bilden, fondern das Iagdrecht (vgl. ROT. Bd. 51 S. 279
>= Sur. Wichr. 1902 Beil. 239 und insbejondere RGES, Bd. 70 S. 70 ff). Wegen eines
fog. RohrnugungsvertragsS vgl. ROE. in D. FJur.3. 1904 S. 71 und Bem. II, 8 zu
S 566; binfichtlich des Hilhereirehts und wegen der StünbiqungSmöglichteit im Salle
Der Nichtbeachtung der Form 1. 8 566 Sab 2 in Verbindung mit 5 595. Selbitverftändlich
fönnen die Parteien in jedem Falle Schriftlichteit als wefentlidhe Zorn vereinbaren. Val.
Bem. B, I, 4 Ab Nuch ann natürliH LandesSrecdhtlich bei Xagd und Sifcherei
eine beftimmte orm vorgefchrieben werden, vgl. Bem. I, 8 zu & 566, Art. 69 E®. mit
Ben, jowie für Bayern Wößber in Bayr. 3. f. MM. 1905 S, 211 ff. und Art, 33 d. bar.
Hilchereigefebes.
2, Der nähere Inhalt des Wachtvertrags:
And die Borfehrilten über die acht Jind, mie jene über Miete, im Prinzive
dispofitiver Natur. Sie gelten der Regel nach nur, wenn die Varteien nicht3 anderes
vereinbart Haben. Gerade bei der Pacht wird die nähere MAusgeftaltung des Vertrags-
inhalt durch die Barteien entiprechend den verfchiedenen Berhältnifjen von befonderer
Wichtigkeit, vor allem bei der Nebernahme eines VPadtinventars in SS 586, 587 ff.)
und bintichtlich der näheren Art und Weije der NRücdgewmähr des Bachtaegenttandes
(vol. 88 589, 591, 593, 594, 597).
Neber die Schranken bdiefer Deriragöfreiheit und binfichtlidh der befonderen
Amanasbdorfchriften bei der Miete, welche gemäß Abf. 2 auch bei der Vacht ent:
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