10. Titel: Auftrag. Borbemerkungen, S 662. 1177
10, Ueber die Verwaltung des Vermögen der Frau bei SGütertrennung f. $ 1430 und
Bem. 4 hiezu; über die Verwaltung des Vermögen de8 voNjährigen Kindes f. S 1619 und
Sem. 5 Hiezu.
11. Im {trafrechtliher Beziehung kommt insbejondere StGB. S 266.YAbf. L Nr. 2 und
Abi. 2 in Betracht, wonacd) BevoNmächtigte, welde über Forderungen oder andere BermögenSs
tie des Auftraggeber8 abfichtlig zum Nachteile deSjelben verfügen, mit Gefängni8, Verluft
dr bürgerliden Ehrenrechte und unter Umftänden aucH mit Geldjtrafe his zu 3000 Mark
beftraft werden („Untreue”), |. au Ben. 2 a, E. zu 8 667.
S 662.
Durch die Annahme eines Auftrag8 verpflichtet fichH der Beauftragte, ein
En von dem Auftraggeber übertragene SGejchäft für diefen unentgeltlich zu
eforgen.
£, I, 5853 IT, 5933; IIL, 649,
i: Ueber Begriff und vedhtlihe Natur des Auftrags 7. Borbem. 2.
, VBorausjeßungen des Auftrags. .
a) AB Bertrag G. Borbem. 2, b) unteriteht der Auftrag den für RecdhtS=
geihäfte überhaupt und Verträge im bejonderen geltenden
allgemeinen Borfchriften (|. insbe]. SS 104 Ff., 145 ff. 242).
” Von befonderer Bedeutung 1jt beim Üuitrage die Nbharenzung gegen-
über rein gefellfOaftlidhen Gefälligkleitzverhältniljen, 3. S.
jemand erbietet fih auf Erfuchen eines Bekannten, einem Dritten eine Bot-
Ichaft zu überbringen, einen Brief in den Brieffaften zu werten, und dgl.
Ein Yuftrag im Sinne der 88 662 ff. licgt in derartigen Fällen nur vor,
menn der Wille, ih rechtlich zu verpflichten, mit Sicherheit erfennbar ift
‘vol. oben Seite 9 Biff. 8, a und Urt. dD. Neichsger, vom 6. Sant 1907
Recht 1907 S, 828); dies wird 3. D. in den obigen Fällen angenommen werden
nnen, wenn dem AH zur Beforgung Erbietenden befannt war, Daß e8 fih um
zine_ rechtlich erhebliche Mitteilung handelt Coal. auch Urt. d. Reichsger. vom
(3. Dezember 1906 RSGE, Bo. 65 S. 18 ff. Hınfichtlich der Geftattung der
Teilnahme an einer Automobilfahrt, Urt. d. DLG. Stuttgart vom 13. Dezember
1906 Hecht 1907 S. 446 hinfichtlich der freimilligen Mebernahme des Salut-
“DieBen8 durch das Mitglied eines Kriegerverein3). Val. übrigen8 auch
oben S. 524 Ben. 2, £. .
€ muß ein negotium alienum vorliegen, d. h. der Auftrag kann
nicht. — im SIntereffe des Beauftragten erteilt werden. Diejen im
gemeinen Rechte anerkannten Sag (f. Dernburg, Band. Bd. 2 8 115: Ipricht
das Gefeß nicht ausdrücklich aus, er ergibt jith aber au8 den Worten „für
diefen“, fomie dem Inhalte der 88 676 und 778 M. II, 527; vgl. Bem. 2, b
zu $ 677 und Urt. d. Oberft. LG. Münden vom 18. Oktober 1907 Recht
1907 S. 1401).
Unentgeltficdh keit.
x) Das gemeine Recht ging von der Unentgeltlichteit des MandatS aus
1.184D. 17, 1: „mandatum nisi gratuitum nullum est“). Die
au beim Mandate zuläifige Gewährung eines Honorar8 bildete keine
Segenleiitung, war alfo nicht Bezahlung, fondern Zeıchen der An-
orlennung, Entichädigung für Auslagen, Suftentation für die Dauer
5er Geichäftsbeforgung (Dernburg, Band. Bd. 2 8 115 und insbef.
Qoewenfeld in den Gutachten au3 dem Anmaltitande S. 885 ff.). Hehn-
ich das BLNR,, welches gerade in der Unentgeltlichteit das Unter-
Dheidungsmerkmal des Miandats gegenüber der locatio conductio
ırblickt, troßdem aber die Gewährung eines Refompenfes oder Hono-
zav8 für Itatthaft erflärt (Tl. IV cap. 98 1, 83 Bif. 2, 8 6 Biff. 1).
Jeber andere IHechte f. M. II, 528 Note 1. Nach ES, | & 586 ‚Tollte
die Vereinbarung einer Vergütung Zulöffig jein und eine Vergütung
al8 {tillfchweigend vereinbart gelten, wenn Die Ausführung des Auf-
trag8 nach den Umftänden nur gegen eine Vergütung zu erwarten
war (MM. I, 527 f.). . |
Danegen hat die I. Komm. die Unentgeltlidhkeit al8
Beariffamerintal des Nuftraags erklärt, da die entgeltliche
n)