Full text : Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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VIL AbjoOnitt: CSinzelne Schuldverhältnifje.

1. Dernburg a. a. O., Hiridhfelbd a. a. OD. S. 30 ff. und die Kommen:
tare Un StiSB.; vol. aud unten unter d. ,
Die Lätigkeit des BuhHmadher3 hefteht darin, daß er vor Beginn
des KennenS fichH DSffentlich erbietet, auf jede8 Beteiligte Pferd Eins
Jäße entgegenzunehmen mit der Verpflichtung, für den Sall des Sieges
in BielfacheS des EinjabeS oder den Einfab mit einem AYutfchlage
zurüczuzahlen, mährenb im gegenteiligen Jalle der Einfaß ihm verbleibt.
 uch die mit dem Buchmacher abgefchlofienen Redhtsgefchäfte
ind vom NReichsgerichte mit Hecht als Slücksjpiel erklärt worden
‘oal. Dernburg 8 211 Anm. 2, Hirfdhfeldb S. 40 ff, ROES, in SiS.
Bd. 6 S. 172 f., 421 #).
Ueber die fog. Wettfommiffionsbureaus f. Hirfhfeld S, 41 ff,
Majert S. 39 ff.
Kür die Weiten bei Effentlig veranftalteten Pferdes
cennen i{ft nunmehr daS ReihSgefjeß vom 4. Juli 1905
‚KOBL 1905 S. 595 ff) maßgebend. Nach S 1 diejes SGefebes
ijt der Betrieb eine Wettunternehmers für Sffentlidh veranftaltete
Pferderennen ur mit Erlaubnis der Landes-Zentralbehöürde oder der
Jon ihr bezeichneten Behörde zuläffig. Die Erlaubnis darf nur folchen
Vereinen erteilt werden, welche die Sicherheit bieten, daß Ne ihre
Einnahmen, au8 dem Unternehmen ausfchließlih zum Beften der
VandeSpferdezucht vermenden (S 2), S 3 verbietet daS gefchäftsmäßige
Bermitteln von Wetten für Öffentlich im In- ıumd Auslande veranitaltete
 Pferderennen, fomie Yufforderungen und Angebote zum Wb-IOluß
 oder zur Vermittlung folder Wetten, wenn fie Sffentlich oder
durch Verbreitung von Schriften oder anderen Darftelungen erfolgen.
Ya S 6 wird mit Gefängnis von ein bi8 zu feh8 Monaten oder
mit Geldlirafe von 500 bis 1500 ME. (bei mildernden Umftänden mit
Sefängnis bi3 zu einem Monat oder Gelditrafe bi8 zu 500 INKL) be
jtraft, wer ein Wettunternehmen für öffentlich veranftaltete Vierderennen
 ohne die vorgefchriebene Erlaubnis betreibt vder den Vor-Jehriften
 des 8 3 zumwiderhandelt (vgl. hiezu die Ausführungsbeftimmungen
des Bundesrats vom 6. April 1906 ©. u. BVL. 1906 S. 178 ff,
jomie Eichhorn in D. IJur.3. 1904 S. 520 ff., 1905 S. 799 .). Hinz
jichtlih der Stempelpflicht Un Urt. d. Neichsger. vom 28. September
und 16. November 1906, ROGES. in StS. Bd. 39 S. 186 ff. und 269 ff.
Die Alage eines RKennvereinZ gegen ein Mitglied auf BZBablımg
itatutenmäßiger Reugelder fällt nicht unter S 762 (Urt. d. DLG.
arlöruhe vom 12. Mai 1905 D. Jur.8. 1906 S. 436, ebenfo DYertmann
 Vorbem. 2). , ,
Unerheblich it für den Begriff des Spiele8, aus weldhem Motive, inZhefondere,
 ob zum Zwede der Unterhaltung oder aus SGeminnfucht gefpielt
wird (Windfcdheid-Ripp, Band. Bd. 2 S. 801 f., Dernburg $ 211, II, Crome
: TO MO Br ROES. in StS. db. 7 S. 26; cbenfo nunmehr auch Cofadk I
ü) Neber Lotterie und Ausfpielverträge 1. 8 763 und Bem. hiezu
über das Differenzgefchäft |. 8 764 und Bem, hiezu.
3, Wette ift die Vereinbarung eines Gewinns zugunften desjenigen, deffen Be-Hauptung
 ich gegenüber der gegenteiligen Behauptung des anderen Teile8 als richtig
erweift (über die verfchiedenen Definitionen der Wette 1. Wland Borbem. I, 2, Achilles
Note 1, Sijher-Henle Note 1 und 2, Auhlenbecdk Morbem., Dernburg $ 211, IHN, Scohollmeyer
 S..167, Crome S. 831, Kohler a. a. DO. S. 3, ROR.-Komm. Bem.‘ 1, Urt. d.
NeichSger. vom 28. Yunt 1905 ROSE. Bd. 61 S. 155 ff., Urt. d. OLG. Marienwerder
vom 13. Oftober 1905 Kıpr. d. DVLG. Bd. 12 S. 96 ff.) ,
a) Daß von beiden Seiten ein Einfag erfolgt, ift zum Begriffe der Wette nicht
erforderlich; eine Wette liegt vielmehr auch dann vor, wenn nur ein Teil
dir den Fall der Unrichtigkeit feiner Behauptung etwas verfpricht, 3. B.
1000 gegen nicht8 feßt („einfeitige“ Wette; eben]o Dernhurg $ 211 Anm. 7,
land Worbem. IN, 2, a, KOR.-Komm. Bem. 1, Urt. d. Reicdhsger. vom
28. Suni 1905 RNOGE. Bd. 61 S. 156, Urt. d. DLG. München vom 22. Mai
1906 Bl. f. RAU. Bd. 72 S. 39; and. Unf. Menber a. a. OD, S. 12, DVertm
 Sr 2, Ennecceru8 8 409 Anm. 6, Windfcheid-KXipp, Band.
Die „einfeitige“ Wette (f. unter a) zeigt äußerlich eine gewiffe Bermandtichaft
mit der Mu3lobung, ift aber von diefer innerlich verfchieden: der Aıus-
            
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