18. Titel: Bürgidhaft. Borbemerkungen,
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jtandene Schuld gegen das Verfprehen des Gläubiger, Stilihweigen zu
bewahren, j. RGE, Bd. 33 S. 3837 ff.
Neber die Anwendbarkeit des 8 130 auf den Bürgjhaftsvertrag |. Urt.
b. HeichZger. vom 10. Oktober 1905 Iur. Wichr. 1905 S. 715 ff.
8, Ueber Zwek und Gegenftand der Bürgihaft {. Dem, 3 und 4 zu S 765, über das
Erfordernis der Schriftform |. S 766 und Dem. Hiezu.
4, Hinfichtlih des Erforderniffes der bormundfehaftsgerichtlihen Genehmigung |. SS 1643
Abf. 1, 3, 1822 %r. 10, 1825.
5. Ueber befondere Arten der Bürgfehaft (inSbejundere Nadhbürgjhaft, Rücblüirg{hHaft
und Schadlosbürg[hHaft) |. Bem. I zu S 765.
6. Verwandte Verträge.
a) Neber die Interzejfjion (Nebernahme einer fremden Schuld) enthält das
BGG. (abgefehen von den 88 414—419) Keine befonderen Befilmmungen
9%, IT, 657; vgl. Dernburg, Band. Bd. 2 8 83, WindjGHeid-Kipp, Pand. Bd. 2
5. 1127 Anm. 2, BLN. ZI. IV cap. 10 8 24). Die für Fnterzeffionen von
Yrauen nad früheren Rechten noch beitehenden Beidhränkungen Hat das BGB,
efeitigt (vgl. Bb. IV S. 133 Borbem. V vor $ 13583). Ueber den Unterfchied
zwifgen Schuldmitübernahme und Bürgihaft }. Insbej. Reichel a. a. D.
S, 86 ff. und in Bayr. 3. f N. 1910 S. 125 ff.
Au der Garantievertrag (Uebernahme der VBerpflihtung, für einen
beftimmten Erfolg einzuftehen) {ft vom BGB. wegen der Verfchiedenheit der
Berträge, die eine Garantieleiftung zum Zwed und Inhalte Haben, nicht zum
Begenitand allgemeiner Borfchriften gemadt worden (M. II, 658; vgl. Bem. 4
‚u 8 306, ferner oben S. 524 Einl. Ziff. 2, e und die dort erwähnte Siteratur,
'owie ROR-Komm. Borbenm. 6, b).
Da der Garantievertrag nicht Bürgihaft ift, unterliegt er. nicht der Zorn
vorfdhrtit des S 766 (Urt. d. Reichsger. vom 29. Süni 1905 NGE. Bd. 61
3. 157 ff. und vom 2. Mai 1906 Bayr. 3. f. N. 1906 S. 247, Urt. d. OLG.
Stuttgart vom 15. Dezember 1904 Recht 1906 S. 619, Urt, d. Kammerger. vom
L4. Mai 1909 Rfpr. d. OLG, Bd. 20 S. 236).
, Neber die Verfchiedenheit des GarantievertragE vom Biürgichaftsvertrage
N. auch Urt. d. Meichager. vom 24. September 1906 Sruchot, Beitr. Bd. 51
"S. 595. Ein al „Bürgjhaft“ GLezeidhnete8 Rechtögefhäft kann in Wahrheit
iSarantievertrag fein und umgekehrt; (vgl. Urt. d. Kammerger. vom 21, Dezember
1808 Mipr. d. DLG. Bd. 20 S. 237, Urt. d. NeidhZger. vonr=22. Februar 1909
Recht 1909 Nr. 2108); maßgebend ijt der InhHalt der übernommenen Verpflichtung
‘Urt. d. ReihSger. vom 26. Oktober 1908 Recht 1908 Nr. 3595). . Ueber Garantie
ir die Sicherheit einer abgetretenen Forderung f. unten unter £
Neber das Verhältnis einer Garantiefrift zur Frift des $ 477 f. Bem. 3, a, «
‚u 8 477; über das Verhältni8 einer Garantiefrift zu dem Erfordernifie ber
Mängelrüge (OSB. 8 377) f. Bem. IV, 13 zu $ 459.
Die Berfidherung einer Forderung durH Afjfekuranzvertrag bemißt fich
gemäß ES. Art. 75 nach Landesrecht (MM. II, 658); f. nunmehr RG. über den
Berfiherungsvertrag vom 30, Mai 1908 (RGBI 1908 S. 263 ff.) Ueber Bürg-
ichaftsverträge, die zugleiG VerfihGerungsverträge im Sinne des RO. vom
12, Mai 1901 find, |. Urt, d. Rammerqger. vom 26. Mat 1902 Kihr. d. OLG.
Bd. 5 S. 34 fl.
1) Na römtjhem Rechte war Verbürgung auch dur constitutum (debiti
alieni) möglig. Die Befonderheit diefes Vertrag Beftand hauptjächlih darin,
daß der Konftittent zur Zahlung auch dann verpflichtet war, wenn die Haupt«
'hutld zur Beit der Mage nit mehr beitand. Schon tie hHerrichende Lehre des
20%
3)