18. Titel: Bürgihaft. 88 771, 772.
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S 726 Abi. 1. Durch die Alage gegen den GHauptfchuldner wird die Verjährung der
Bürgfchaftsfchuld nicht unterbrochen (Vem. 1, b, 8 zu & 768).
8. Neber die guwongSbolftrechung au8 dent rechtskräftig beftätigten Ziuangs-
vergleiche gegen den Vergleichsbürgen, der ich die Einrede der Borausklage nicht aus-
>rücfiih vorbebalten hat, |. RO. 8 194.
8 77.
Beiteht die Bürgjchaft für eine SGeldforderung, fo muß die Zwangsvoll-
ütredung in die beweglidhen Sachen des Hauptjchuldners an feinem WoHnfik und,
wenn der Hauptfchuldner an einem anderen Orte eine gewerblidhe Niederlaffung
Hat, auch an diefent Orte, in Ermangelung eines Wohnfikes und einer gewerb-
ichen Niederlaffung an feinem Anfenthaltsorte verjucht werden.
Steht dem Gläubiger ein Pfandrecht oder ein Zurückbehaltungsrecht an
einer beweglichen Sache des Gauptjchuldners zu, fo muß er auch aus diejer Sache
Befriedigung juchen. Steht dem Gläubiger ein joldhes Recht an der Sache auch
für eine andere Forderung zu, fo gilt dies nur, wenn beide Forderungen durch
den Werth der Sache gedeckt werden.
& I, 674 90601. 2 Saß’2, 3; IL, 711 Mof 2; ML 756.
” 4, 8 772 Ubi. 1 begrenzt das Erforderni8 der vorherigen erfolglofen ZwangsSvoll-
jtrechung gegen den Hauptfhuldner (S 771) für den Fall, daß die Bürgichaft für eine
Geldforderung (f. ZRO. SS 808 ff.) übernommen worden {ft (vgl. Dem, 4 zu S 765).
Sn diejem Falle ijt zur Befeitigung der Einrede der Vorausklage erforderlich und
genügend, daß die Zmwangsbollftreckung (wegen der in Frage ftehenden, nicht wegen einer
Heliebigen anderen Zorderung, f. Urt. d. Reichsger. vom 3. März 1910 Recht 1910 Ir. 1558)
in die bewegliden Sacdhen des Hauptichuldners
a) an feinem WohHnfige ff. SS 7—11 und Bem. hiezu), .
A wenn der Hauptichuldner an einem anderen Orte eine gewerbliche
Niederlafjiung hat (vgl. Bd. I S. 64 Borbem. II, 2 vor 8 7, S. 67
Bem. 5 zu_8 7) auch an diefem Orte, N
menn der Hauptichuldner weder einen Wohnilik noch eine gewerblidhe Nieder-
SH Dat, an feinem Aufenthaltsorte (vol. Bd. I S. 63 Borbem. I, 1
vor 8 7
verJucht worden it (ML. II, 669 ff., AG. IT, 366 ff., BP. VI, 197, ZWO. SS 803 ff.; 1. au
BOB. 88 773 of. 1 Nr. 2, 775 Nof. 1 Nr. 2). |
Sat der Hauptfchuldner an mehreren Orten feinen Wohnfig S 7 Abf. 2) oder
eine gewerbliche Niederlafung, fo muß die Zwangsvollftreckhung in feine beweglichen Sachen
an fämtlichen Örien verfucht werden. Ve ,
Unter den „bewegliden Sachen” des Hauptfdhuldner8 find nur körperliche
Segenftände (& 90) zu verfiehen; die Einrede der Vorausfklage ift daher bei der Bürg-
Ichaft für eine a niht begründet, wenn der Hauptichuldner Lediglich
Srundftiüce dgl. ZwVS. 88 1 ff.) oder HZorderungen oder andere Ver-
mögen8reGte (vgl. ZRO. SS 828 ff.) befibt: fie ift ferner nicht begründet, wenn
der Hauptfchuldner zwar bewegliche Sachen befibt, diefe jih aber nicht am Wohnfig
oder dem NMiederlafjungs- oder AYufenthaltsorte des Hauptfhuldners befinden ; anderfeits
auß die art nach Maßgabe des 8 772 auch dann verfucht werden, wenn
fi der Wohnjig, Niederlaflungs= oder Aufenthaltsort des Hauptichuldner8 im Uu3=
fande befindet {f. aber $ 773 Abi. 1 Nr. 2 und 4).
. Neber den Fall, daß die Bürgjchaft für einen anderen AniprugG als eine
SGeldforderung befteht, |. Bem. 2 zu 8 771.
x 23, Wenn die Bürgfihaft fjür eine Geldforderung befteht, ift nad
8 771 of. 2 (vol. ZBO. 8 777) zur Befeitigung der Einrede der Boraustlage für den
Sall, daß dem Gläubiger ein Pfandrecht oder ein EN echt an
ziner beiwveglidhen Sache des Hauptihuldners zufteht (SS 559, 581, 585, 1204 {f., 1257 und
Bem. bhiezu, 273, GWS. $S 369 ff, $ 8 des Depotgef. vom 5. Suli 1896, ABO. 8 804),
au) der vorherige Berfucdh des Oläubiger8 erforderlidh, aus diefer Sache Be-
iriedigung zu erlangen (SS 1228 ff, 1257, GB. S 371, ZPO. SS 814 ff, KO.
S 127; N. IL 670, 8. VI, 197 ff). Ob das Bfand- oder Burückbehaltungsrecht vor oder