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Die Notwendigkeit der Fürforge für die Kleinhinder folcher Frauen,
die den ganzen Tag durch ihre Arbeit gebunden find, macht es nötig,
einzelne Kleinhinderfchulen in verfchiedenen Stadtteilen von 6'/* Uhr
morgens bis 8 Uhr abends offen zu halten und die Kinder auch in den
Anftalten zu verpflegen. Die Tagesheime erhalten das Effen für die Kinder
aus den benachbarten Stadtküchen. Brot müffen die Mütter ihnen mitgeben,
Arbeiten der Spielzeugklinik des Nationalen Frauendienftes
auf der Barmer Ausllellung 1915.
Vollmilch erhalten fie nach Abgabe der Milchkarte, Magermilch durch be-
fondere Zuteilung des Milchamtes. Au(ier dem für [amtliche Kleinkinder-
fchulen vereinbarten einheitlichen Pflegefatj von 60 Pfg. monatlich, bezahlen
die Kinder für das Mittageffen täglich 20 Pfg., den Zufchu|? trägt die Wohl
fahrtzentrale. Milch wird zum Selbftkoftenpreis abgegeben. Bis jetd find
als Tagesheime eingerichtet die Kleinkinderfchulen Carnaperftr. 20, Bären-
ftra(?e 14, Bruderftr. 8, Hügelftr. 11, Auerftr. 27 und die am Wichlinghaufer-