Full text : Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

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Um  die  einheitliche  Umgestaltung  der  Barmer  Kleinhinderfchulen  nach
den  aufgeftellten  Richtlinien  und  den  durch  die  Berliner  Damen  gegebenen
Anregungen  durchzuführen,  wurde  die  Kleinkinderfchule  Sehlhofftraße  47
als  Mufleranftalt  ausgebaut:
Helle,  luftige  Räume,  lebhafte  und  doch  harmonifche  Farbengebung,
bünftlerifche,  dem  kindlichen  Verftändnis  angepaßte  Steindrucke  an  den
Wänden,  gemütliche  Spieleckdien  mit  Puppen  und  Pferdchen,  Blumen  an
den  Fenftern  und
in  den  Ecken,farbenfreudige ­
  Bauerntöpfe ­
  auf  denWandgefimfen,
  bunte  Kattunbehänge ­
  oben  an
den  Fenftern  und
hinter  den  Glasfcheiben
  der  Schränke, ­
  und  inmitten
diefer  Umgebung
die  Kinder  beim
frohen  Spiel,  —  ein
traulidies,  fonniges
Heim  voll  Frohfinn
Und  Leben!  Führ-  Spielplafe  des  Heims  fiir  Kleinkinder  von  Munitionsarbeiferinnen.
wahr,  ein,einenPinfel
reizendes  Motiv,  diefes  Märchenland  der  Kinderftuben!  Vor  dem  Fenfter
raufdien  die  hohen  Bäume  des  Schulhofes,  und  in  der  Halle  ftehen  die
Liegeftühle  für  die  Mittagsruhe  der  Kinder  bereit.  —
Ganz  befonders  wertvoll  ift  die  individuelle  Behandlung,  wie  (te  hier
dem  Bewegungs-  und  Tätigkeitsdrang  des  Kindes  im  freien  Spiel  und  bei
anregender  Befchäftigung  entgegenkommt,  die  Sinne  übt  und  entwickelt,
die  Charakterbildung  beeinflußt,  dem  Kinde  im  froheften,  ungezwungenften
Gewährenlaffen,  doch  forgfältigfte  Beobachtung  und  Leitung  angedeihen ­
  läßt  und  fo  in  Wahrheit  das  Elternhaus  im  beften  Sinne  erfehen
vermag.
Auch  die  innere  Einrichtung  der  anderen  Kleinkinderfchulen  wurde
durch  geeignete  Tifche  und  Bänke,  Liegeftühle  zur  Mittagsruhe,  Wafcheinrichtungen
  und  Befchäftigungsmaterial  (Faltblätter,  bunte  Holzperlen,  Glanzpapier, ­
  Scheerchen  ufw.)  ergänzt.
            
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