FA
E. Wagner,
von Uslar. Erstere liegen zumeist auf der Grenze zwischen Buntsandstein-
und Muschelkalkboden und sind durchaus auf Viehwirtschaft
angewiesen, da weder der Buntsandstein des Solling noch der Muschelkalkboden
des Vorlandes eine aussichtsvolle Ackerkultur zuläßt.
Als letztes bleibt uns noch das Weserthal, dessen Ortschaften
wegen der Enge der Thalbildung zu ausgedehnterem Ackerbau nicht
kommen können. In gleicher Weise wird dadurch die Viehhaltung
ungünstig beeinflußt. Außer in der Schweine- und Ziegenhaltung,
deren Vertreter Anspruch auf größere Fläche nicht erheben, werden
hier die vorher besprochenen Bezirke nicht erreicht.
Pferde | Rinder
Gjebietsteil
ı) Werrathal (60) . .
9) Weserthal (Münden-Karlshafen)
(61) . .
Xarlshafen-Forstbach
(ohne Höxter und
Holzminden (62. 63) .
F"orstbach-Bodenwerder
(64)
über- | unter über- | Kühe,
haupt 4 Jahre haupt Kälber
Schafe
7.8
0,7
2924
12,5
50,5
4,3 |
0.5
26.9
16,7
378 |
10,4 | 1,2
8.3 0,8 |
30,2
98.7
194 57,5
17.4 | 41.6
Ziegen |
= ©
CE]
SS
OD IQ
vn +.
en
41,2
20,8
25
51,8
15.1
1.6
65,4 31,8 2,4
87,5 ' 21,4 3,2
Und gerade diese Thatsache ist auf die im Nebenberufe beiriebene
Landwirtschaft zurückzuführen, der sich die meist auf in-Justriellem
Gebiet thätigen Bewohner zur Vermehrung ihrer Einkünfte
widmen. Es kann dies hier in Rücksicht auf die Nähe größerer
Städte, die sich dicht aufeinander folgen und vielbedürfende Absatzplätze
bilden in größerem Umfange geschehen. Infolge dieses städtischen
Charakters der Siedelungen ist auch die Pferdehaltung eine recht
hohe [besonders von Karlshafen bis zum Forstbach (62, 63)], wie ja
überhaupt die hohe Dichte des Thales nicht durch landwirtschaftliche,
sondern vielmehr durch industrielle und kommerzielle Faktoren erzeugt
ist.
Veberblicken wir nochmals das über die Viehstandsverhältnisse
der Triasplatte Gesagte und vergleichen hierbei gleichzeitig das Ergyebnis
mit der Dichtekarte, so treten uns als die viehreichsten Gebiete
die am dünnsten bevölkerten entgegen, was bei dem extensiven Chavakter
der sich der Viehzucht mehr widmenden Landwirtschaft nur
natürlich ist. Hierher gehören die Distrikte des Eichsfeldes links der
Nuthe (22), die beiderseitigen Randhöhen des Leinethales (25—27;
34—37, 40—41), wo wir lediglich Dichten von weniger als 75 Bewohnern
auf 1 qkm begegnen, in besonders sichtbarer Weise und was
Schafzucht anbelangt, auch gewisse Teile des westlichen Harzvorlandes
(11, 12). Die landwirtschaftlich so begünstigte Bucht von Einbeck
verdankt die geringe Dichte ihrer zentralen Partieen von unter 80 Bewohnern
auf 1 gkm (44) nicht einer extensiven Landwirtschaft, die im