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Als solche Geldersatzmittel sGeldsurrogate) sind anzusehen: 1. das
Papiergeld, 2. die Kreditpapiere, 3. das Buchgeld.
Von Papiergeld spricht man im gewöhnlichen Leben überall dort,
wo ein über einen bestimmten Geldbetrag lautendes, unverzinsliches Wert
papier anstatt baren Geldes als Umlaufs- und Zahlungsmittel dient. Theo
retisch ist zu unterscheiden zwischen Papierwährungsgeld Eigent
lichem Papiergeld), das unbeschränkte gesetzliche Zahlkraft hat und unein
löslich ist, denn es ist selbst Wertmaß, und uneigentlichem Papier
geld, das neben dem gesetzlichen und tatsächlichen Währungsgeld zur Aus
gabe gelangt, also Geldersatzmittel ist. Nur von diesem ist hier die Rede.
(S. auch den Abschnitt „Papierwährung").
Die Kreditpapiere sind nichtstaatliche Zahlungsmittel; man hat sie
auch als „das Geld des Kaufmanns" bezeichnet. Ihre Verwendung zu
Zahlungszwecken beruht auf dem Vertrauen, daß die gegenwärtige
Leistung in der Zukunft durch eine entsprechende Gegenleistung ausgeglichen
wird. Die Kreditpapiere sind nicht Geld, sondern lauten nur auf Geld.
Sie werden auch akzessorisches Geld genannt, da das Kreditgeld
zum Bargeld — vertretend oder vermehrend — hinzutritt. Zu unterscheiden
sind:
1. Schuldurkunden, die aus Kreditgeschäften hervorgegangen sind und
erst dadurch, daß sie weiter giriert werden, anstatt Geld zu Zahlungen
benutzt werden können. Es sind dies der Wechsel und die Anweisung.
2. Schuldurkunden, ausdrücklich zu dem Zweck geschaffen, als Geldersatz
mittel zu dienen: Schecks, Gold-, Silber- und Clearinghauszertifikate.
Das B u ch g e l d sieht von dem konkreten Vorhandensein eines Geld
zeichens völlig ab. Die Zahlungen werden bewirkt durch Gut- und Last
schrift von einem Konto zum anderen. Die beiden Hauptformen der bargeld
losen Zahlung sind Überweisung und Scheck. Die Scheckeinlösung kann nur
dann ohne Bargeld erfolgen, wenn auch der Zahlungsempfänger ein Bank
konto besitzt. Über Buchgeld sGiralgeld) s. S. 7.
Als Geldersatzmittel sind schließlich noch W e r t s ch e i n e zu nennen, die
zwar auch der Erleichterung des Verkehrs dienen können, aber zu ganz
anderen Zwecken als zur Geldfunktion bestimmt sind: Zinsscheine,
Brief-, Rabatt-Stempelmarken usw.
Wir brauchen die Geldersatzmittel, da das Metallgeld allein nicht aus
reichen würde, um alle Zahlungen zu leisten. Auf den Kopf der Bevölkerung