ihrer Währung nicht künstlich niedrig halten, um die
Preise in die Höhe zu treiben und also in keiner Form
Inflation treiben. Wenn also der Goldwert, wie er durch
die Preise in den Ländern mit freier Konkurrenz ausgedrückt
wird, wirklich und dauernd ist, dann bleibt den
Ländern mit gebundener Währung und Goldstandard
nichts anderes übrig, als sich diesem Zustande anzupassen,
um die Disparität im Goldwert zu beseitigen und
so die Rückkehr zum freien internationalen Güteraustausch
und zur allgemeinen Erneuerung der ausgeglichenen
Gemeinschaft der Goldwährungen zurückzukehren.
Es ist die Frage, wie diese Länder dies durchführen
sollen. Sie könnten dies durchführen entweder
a) durch Verlassen des Goldstandards, oder
b) durch Deflationsdruck auf den einheimischen
Produktionsaufwand, oder schließlich
c) durch Anpassung des Goldinhalts an die innere
Kaufkraft.
Diese Länder haben in der Mehrzahl die Beseitigung
der bereits besprochenen Disparität nicht durch Verlassen
des Goldstandards versucht, weil es sich fast ausschließlich
um Länder handelt, welche die Kriegs- und
Nachkriegsinflation durchgemacht haben. Im Verlassen
des Goldstandards sieht die Volkspsychologie den Beginn
aller Inflationsschrecken, welche dem Verlassen des
Goldstandards während des Krieges folgten. Außerdem
können sie den Goldstandard nicht verlassen, sobald sich
eine große Disparität im obigen Sinne gebildet hat und
andauert, da das Verlassen des Goldstandards und das
Öffnen der Grenzen vielfach eine Katastrophe bedeuten
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