würde. Entweder würden bei der Öffnung der Grenzen
die Notenbanken den Währungskurs halten und für die
einströmende Einfuhr ihre Reserven aufbrauchen, wobei
sie den Umlauf unter Deflationsauswirkungen verengen
müßten, ohne Rücksicht auf die katastrophalen
Folgen für die private und öffentliche Wirtschaft, oder
es würde der Kurs der Währung bei der augenblicklichen
Passivität der Zahlungsbilanz zusammenbrechen
und würde nicht an der natürlichen Parität halt
machen, sondern tiefer heruntergehen und eine inflatorische
Preissteigerung hervorrufen. Das Verlassen des
Goldstandards ist also für diese Länder ein für die Beseitigung
der erwähnten Disparität ungangbarer Weg.
Es bleiben also im Prinzip nur zwei Wege übrig: entweder
im Lande eine gewaltsame Deflation, d. h. die
Senkung der Preise und der übrigen Wirtschaftsziffern
durchführen, oder den Goldgehalt der Währungseinheit
der einheimischen Kaufkraft so anpassen, daß die
äußere Kaufkraft des Goldes in der Währungseinheit
(die durch das Preisniveau in den Ländern ohne Goldstandard
gegeben ist, die jedoch freie Ein- und Ausfuhr
von Gold haben und keine Inflation in irgend einer
Form betreiben, noch künstlich den Währungskurs unter
ihr Preiseniveau herunterdrücken) ihrer Kaufkraft im
Lande, wo sie gilt, entspricht. Diese Herabsetzung des
Goldgehaltes der Währungseinheit ist die Devalvation.
Es haben also diese Länder praktisch die Wahl zwischen
Deflation und Devalvation.
Alle Länder, die sich in dieser Situation befinden, haben
mehr oder weniger zielbewußt zunächst eine deflatorische
Währungspolitik, d. i. die Herabsetzung des
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