der Richtung der Längsaxe ein dunklerer blaugrüner und
senkrecht dazu ein lichterer saat- bis gelblichgrüner Farbenton
vorherrscht.
An weiteren Bestandtheilen kommen nur in äusserst spärlicher
Menge Biotit und opake Körnchen vor.
Da das zur Verfügung stehende Material die Gewinnung
von reinem Uralit zu gestatten schien, so glaubte ich den
Versuch der Isolirung machen zu sollen. Uralitische Hornblende
ist überhaupt erst von wenigen Fundorten analysirt
worden und solche meines Wissens noch gar nicht, welche
nachweisbar aus Diallag entstanden ist. Hinzu kommt, dass
im vorliegenden Falle auch ein Vergleich der chemischen Zusammensetzung
von Umwandlungsproduct und Muttermineral
ermöglicht sein würde, da der Diallag, dessen Analyse oben
mitgetheilt worden ist, aus einem Handstück stammt, welches
nach der Angabe des Herrn Prof. Comex in unmittelbarster
Nähe des vollständig uralisirten Stückes von anstehendem
(+esteine geschlagen worden ist.
Obwohl zur Isolirung des Uralit nur solche Stücke verwendet
wurden, in denen der Diallag vollständig verschwunden,
Chlorit nur in sehr geringer Menge nachweisbar War,
so erwies sich doch die Gewinnung eines durchaus reinen Pro-Auctes
schwieriger und zeitraubender, als ich erwartet hatte.
Zuerst wurde versucht, aus dem auf ein sehr feines Korn
gebrachten und mit einem Magnetstabe vom Eisenerz befreiten
Material den Uralit durch THovLgET’sche Lösung zu isoliren.
Es gelang zwar, den grössten Theil des Feldspathes
zu entfernen und ein unralitreiches Product zu gewinnen; da
aber eine erhebliche Menge des saussuritartig umgewandelten
Plagioklas genau das specifische Gewicht des Uralit besitzt,
welches zu 3,0838 bestimmt wurde, so liess sich jener auf
diesem Wege nicht weiter abscheiden. Es wurde dann versucht,
Uralit und Saussurit mit einem starken Elektromagneten
zu trennen, aber ohne Erfolg, da der reine Uralit sich
-- wenigstens für die zur Verfügung stehende Stromstärke
von vier Bunsun’schen Elementen — als gänzlich unmagnetisch
erwies. Doch gelang es immerhin bei diesen Versuchen,
alle Verwachsungen von Uralit und Magmnetit, welche durch
den Maenetstab noch nicht ausgezogen waren, zu entfernen,