Der besseren Übersicht wegen mögen die Hauptverbindungen
zusammengefasst und die Atomverhältnisse auf einfache
Zahlen reducirt werden. Wir erhalten dann:
LNa, 0. Fe, 0,.48i0,
iMgO.ALO,.Si0,
2My O0. (AlFe), 0, .48i0,
9(Mg, Ca, Fe)O.Si0,.
In der letzteren Verbindung verhalten sich Ca0O.Si0,:
Fe0.Si0,:MgO0.SiO, etwa wie 10:17:38.
An die soeben beschriebene Gruppe plagioklasreicher
(4abbros schliesst sich eine zweite an, welche sich von der
vorigen besonders dadurch unterscheidet, dass der Diallag in
isolirten Individuen gleichmässig vertheilt ist, und letzterer,
wie auch der Plagioklas, in grösseren und schärfer begrenzten
Krystallen auftritt. Wo der Plagioklas frisch ist, zeigt er
sehr vollkommene und kräftig glänzende Spaltungsflächen, auf
denen sich schon mit unbewaffnetem Auge die vielfache Zwillingsbildung
deutlich wahrnehmen lässt. Auch neigt diese
Varietät augenscheinlich mehr zur Zersetzung, da einzelne
Handstücke zwar frisch sind, diese aber in solche übergehen,
in welchen der Plagioklas saussuritartig, der Diallag in Hornblende
umgewandelt ist. Die hierher. gehörigen Gesteine
stammen vom Loskop, einem isolirten Berge der Zwart-Koppies,
etwa halbwegs zwischen Pretoria und Kustenburg.
Der augitische Gemengtheil ist hier viel schärfer als
Diallag charakterisirt: Spaltbarkeit nach dem Prisma und
Theilbarkeit nach dem Orthopinakoid treten mit grösster
Schärfe hervor. Die charakteristischen Interpositionen, welche
sich je nach der Schnittlage als feine Nadeln oder als Blättchen
darstellen, sind in der Regel reichlich vorhanden. In
einigen Krystallen trifft man dieselben nicht nur nach dem
Orthopinakoid, sondern auch nach dem Prisma orientirt. Bemerkenswerth
und, wie es scheint, am Diallag nicht häufig
sind regelmässige achtseitige Begrenzung einzelner Indivi-Auen
in annähernd basischen Schnitten, sowie sehr lebhafter
Pleochroismus (6b kräftig gelblichroth, € und a grünlichgran
bis lebhaft graugrün :; Absorptionsunterschiede nicht merklich).
Entsprechend dem makroskopischen Befunde zeichnet, sich