men unweit der Makwassi Spruit (zwischen Klerksdorp
und Potchefstroom) kieselige Bänke vor, auf deren Verwitterungsflächen
Abdrücke von Crinoideen, sowie von Orthisund
Chonetes - ähnlichen Brachiopoden hervortreten, welche
für palaeozoisches Alter der Schichten sprechen. Dünnschliffe
des Gesteins lassen zwar einen grossen Reichthum an 0rganischen
Resten constatiren, aber keine Formen erkennen.
Diese kieseligen Bänke enthalten in wechselnder Menge Carbonate
(ein Vorkommen ergab 62,16 Si0,, 9.07CaO, 3.01
MgO) und dürften als in höherem oder geringerem Grade
silificirte Dolomite aufzufassen sein. Auch die Dolomitformation
wird bei Wonderfontein und an der Matchavis
Spruit (zwischen Klerksdorp und Potchefstroom) von
massigen Gesteinen (höchst wahrscheinlich gangförmig) durchsetzt.“
1. Grundgebirge.
Aus dem Grundgebirge liegen die folgenden massigen
(jesteine vor:
Biotitgranit
Amphibolgranit
(iranitporphyr
Syenitporphyr
Augitporphyrit.
Die beiden ersteren sollen stockförmig, die drei letzteren
gangförmig auftreten und theils die Granite, theils krystalline
Nehiefer durchsetzen.
a. Biotitgranit von Müllers Farm, SW. Pretoria.
Der Granit von Müllers Farm ist ein mittelkörniger,
porphyrartiger Biotitgranit mit wechselndem, aber stets geringem
Gehalt an basischen Gemengtheilen. Lichtgelber bis
fleischrother Orthoklas und lichtgrünlicher, an seiner Zwillingsstreifung
schon unter der Lupe deutlich erkennbarer Plagioklas
herrschen stark vor; die Quarzkörner erreichen Erbsengrösse
und zeigen gelegentlich eine schwach bläuliche Farbe;
der Biotit erscheint stark verändert. Die grösseren Orthoklase,
welche die porphyrartige Structur bedingen — theils
einfache Individuen, theils Karlsbader Zwillinge — treten sowohl
ihrer Zahl als ihren Dimensionen nach nur schwach her-