Full text : Ueber einige Eruptivgesteine aus Transvaal in Süd-Afrika

beträchtlicher Menge vorhanden ist. Ausserdem tritt Hornblende
 reichlicher anf, die Structur der Grundmasse ist vorherrschend
 mikropegmatitisch. und einzelne Kinsprenglinge
heben sich im Dünnschliff schärfer ab.
Unter den. Einsprenglingen erreichen Augit und Feldspath
 die grössten Dimensionen, während diejenigen des Biotit
 und der Hornbiende nur gering sind, und letztere beiden
(jemengtheile so allmählich in die kleinen Individuen der
(irundmasse übergehen, dass Einsprenglinge und Bestandtheile
 der letzteren nicht mit Sicherheit anseinander zu
halten sind.
Der Augit ist fast farblos, zeigt recht vollkommene
Spaltung und ist mit Hornblende zuweilen derart parallel
verwachsen. dass letztere eine schmale Randzone bildet. An
Einschlüssen trifft man Magnetit, Apatit, Biotit und Hornblende.
 Unter den Feldspathen dürfte Orthoklas vorherrschen,
wenn auch Plagioklas reichlich vertreten ist. Beide liefern
bei der Umwandlung verhältnissmässig grosse (limmerblättchen.
 Der deutlich zweiaxige Biotit ist zum grösseren Theil
frisch, zum geringeren chloritisirt mit sehr spärlicher Ausscheidung
 von Nebenproducten bei der Zersetzung; pleochroitische
 Höfe kommen vor, aber nicht gerade häufig. Die
Hornblende, deren Menge etwa derjenigen des Biotit gleichkommen
 mag, ist durchweg frisch und gewöhnlich von lichtgrüner
 Farbe und schwachem Pleochroismus; öfters erscheint
jedoch ein unregelmässig begrenzter centraler Theil dunkler
gefärbt und bräunlich, jedoch derart, dass diese Färbung nur
hervortritt wenn die parallel 6 schwingenden Strahlen ins
Auge gelangen, während die parallel c schwingenden in Kern
und Randzone genau die gleiche Farbe zeigen. Die meisten
Individuen sind von idealer Reinheit; gelegentlich kommen
Apatit und Magnetit als Einschluss vor.
Hornblende und Biotit haben die Neigung mit Apatit
und Titaneisen knäulförmige Verwachsungen zu bilden; diese
Erscheinung zusammen mit den verhältnissmässig geringen
Dimensionen der Einsprenglinge geben dem Gestein einen
Habitus, der von demjenigen typischer Porphyre etwas abweicht.
 Grössere chloritische Partien, z. Th. mit zarter
Aggregatpolarisation dürften aus Augit entstanden sein; das
2 ok
            
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