Berechnet aus:
— WA
Anorthit . . . +
Albit . 0. 0-04
Anorthitmolecüle . .
Alhbitmolecüle -
310, |A10,; CaO Na, O
72.46 | 73.79
27.54 26.21
2.47 2.65
1.00 . an
29
2,27
+ nn
71,94
28.06
2.43
«nn
Aus diesen Daten ergibt sich als wahrscheinlichstes Verhältniss:
Anorthit 72,25 2,45 Molecüle
Albit 27,75 1.00 Molecüle,
welchem die oben unter 7 stehende berechnete Zusammensetzung
entsprechen würde.
Der vorliegende Plagioklas gehört also zur Bytownitreihe
und liegt nahe der Grenze gegen die Labradoritreihe. Damit
stimmt auch das spec. Gew. (2,720-—2,723) sehr genau
überein, welches nach den Angaben von TscHERMAK! etwa
2,721—2,722 betragen müsste.
Der zur Analyse verwendete Diallag ergab sich unter
lem Mikroskope als völlig frei von etwaigen Einschlüssen und
Verwachsungen, sowie von idealer Frische. Die Thonerde
wurde mit frisch bereitetem Schwefelammonium gefällt, das
Kisenoxydul nach der von DOoELTER angegebenen Methode?
bestimmt; nur wurde statt des durchbohrten Becherglases ein
yrosser Trichter benutzt, welcher mir manche Vortheile zu
bieten scheint. Der Aufschluss im zugeschmolzenen (Glasrohre
nach der MirscHerLich’schen Methode. welcher zuerst versucht
wurde, gelang nicht.
Die Analyse lieferte die unter 1—5 stehenden Werthe,
5 gibt das Mittel, 7 die mittlere Zusammensetzung unter Ersetzung
des Kali durch die äquivalente Menge Natron. um
len Überblick zu erleichtern.
Schon ein fHüchtiger Blick auf die gewonnenen Zahlen
ergibt, dass die Zusammensetzung des Diallag eine ungewöhnliche
ist. Der Kalkgehalt ist erheblich geringer, der
Kisenoxvdgehalt erheblich höher. als in irgend einem anderen
» Chemisch-mineralugische Studien. (Sitzb. d. k. Akad. d. Wissensch.
‚X. Bd. I. Abth. Juli-Hett. Jahrg. 1869. Sep.-Ahz. p. 22.)
» PSCHERMAK. Min, Mitch, 1877. v. 281.