Full text : Das Unterrichtswesen Transvaals

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Singen, sowie gymnastische Uebungen, soweit diese dort getrieben
 werden, sind in den Schulen der Eingeborenen in der Regel
gut. In allen übrigen Fächern sind die Leistungen der Kinder
farbiger Eltern jedoch nur in soweit zufriedenstellend, als diese
mechanisch erlernt werden können. Sobald Ansprüche an die Intelligenz,
 an ein selbständiges Denken des Schülers gestellt werden,
steht das Kind des Farbigen weit hinter dem europäischer Abkunft
 zurück.
Alle Schulinspektoren Transvaals sind sich darüber einig, dass
das Kind des Eingeborenen seine Abstammung von einer geistig
minderwertigen Rasse nicht verleugnen kann. Das Urteil eines
derselben möge hier als das der Gesamtheit dienen. Es lautet
(siehe Report, Transvaal Education Department 1910 p. 142):
„Die Eingeborenen, sowohl Lehrer wie Schüler sind im wesentlichen
 zum Nachahmen, nicht zum selbständigen Handeln veranlagt.
Fächer daher, welche auf mechanische Weise gelehrt werden können,
wie Schreiben, Zeichnen und die mechanischen Regeln des Rechnens
 sind fast durchweg zufriedenstellend, während die Kenntnis
von Fächern wie Lesen und Geographie auf keiner hohen Stufe
steht.“ *)

In Anbetracht dieser Tatsachen ist es wohl kaum anzunehmen,
dass der Eingeborene sich jemals zu dem geistigen Niveau des
Europäers emporschwingen wird. Kann man mit Bezug auf Transvaal
 überhaupt noch von einer „schwarzen Gefahr“ reden, so wird
in absehbarer Zeit von einer solchen auf geistigem Gebiete jedenfalls
 keine Rede sein.

*) The native, both teacher and pupil is essentially imitative not initiative,
and so subjects which can be taught on mechanical lines such as writing drawing,
and the mechanical rules of arithınetic are almost invariably found to be satisfactory,
 while the knowledge of such subjecis as readıng and geography is not
of a high standard.
            
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