Lebenslauf.
Ich, Hugo Otto Bornebusch, reform. Konfession, bin als
Sohn des verstorbenen Pastors Karl Bornebusch und dessen Ehefrau
Emma, geb. Neese am 26. Januar 1870 zu Sonneborn im Fürstentum
Lippe geboren.
Nach Vorbereitung durch meinen Vater besuchte ich die Gymnasien
zu Hameln, Höxter, Hannover und Detmold und legte am
letzteren im Mai 1892 die Prüfung der Reife ab.
Ich studierte in Marburg, Berlin und Bonn: Theologie und
Philologie und hörte die Vorlesungen der folgenden Professoren
und Dozenten:
Marburg: v. Baudissin, Jülicher, Köcher, Mirbt, Werner.
Berlin: Dillmann, Gizyki, Harnack, Kleinert, Lio Titin,
Lomatzsch, Paulsen, Runge, Strack, Voigt, Weiss.
Bonn: Grafe, Ritschl, Sieffert, Simons.
Nach Abschluss meiner Studien bestand ich (Oktober 1896)
vor dem Konsistorium der Rheinprovinz die Prüfung „pro licentia
concionandi.“
Nach Absolvierung des für die Kandidaten der Theologie vorgeschriebenen
Seminar-Kursus am Königl. Schullehrerseminar. zu
Hilchenbach (Westfalen) wanderte ich im Jahre 1897 nach Transvaal
aus.
Während meines dortigen Aufenthalts (bis Mai 1911) war ich
vornehmlich im Lehrfach tätig. So bekleidete ich (von Oktober
1900 bis Januar 1903) die Stellung eines Leiters der deutschen
Schule zu Pretoria und trat dann, von einer längeren Reise nach
Europa (1903—1905) zurückgekehrt, Februar 1906 in den Dienst
des höheren Schulwesens Transvaals. Auch erwarb ich das Diplom,
welches zum Unterricht in den dortigen höheren Schulen berechtigt.
Nach fünfjähriger Dienstzeit stand mir ein halbjähriger Urlaub
zu, der auf mein Gesuch hin vom Direktor des Transvaal-Unterrichtswesens
zu Studienzwecken auf ein weiteres Jahr ausgedehnt wurde.
Diesen Urlaub habe ich zunächst zur Abfassung der vorstehenden
Abhandlung verwendet. Während des Sommer-Semesters 1912
hörte ich sodann noch an der Königl. Bayer. Julius-Maximilians-Universität
zu Würzburg die Vorlesungen der Herren Professoren
Jiriczeck, Marbe und Stählin.
Meine mündliche Doktor-Prüfung legte ich zu Würzburg am
18. Juli 1912 ab.