Full text : Das Unterrichtswesen Transvaals

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Gehen wir jetzt auf die einzelnen Fächer über:
Der Lehrplan für Biblische Geschichte ist vonje einem
Geistlichen der anglikanischen, der presbyterianischen und der
niederländisch - reformierten Kirche, also der 3 Hauptkirchen des
Landes gemeinschaftlich zusammengesetzt worden. Er enthält ein
reiches Material aus der Geschichte des Alten und Neuen Testamentes.
 Ausserdem haben die Kinder während des ganzen Schulkursus
 eine; grössere Zahl von Bibelstellen auswendig zu lernen,
damit sich ihnen gewisse Wahrheiten von tiefer religiöser und moralischer
 Bedeutung in der Sprache der Bibel selbst einprägen.
Auch werden die Lehrer besonders darauf aufmerksam gemacht,
dass ihr ganzer Unterricht eine religiöse und moralische Grundlage
haben müsse, da ohne solche kein Unterrichtssystem bestehen könne.
Der Unterricht in der Biblischen Geschichte soll, im Einklang
mit dem Gesetz, wenn eben möglich, in der Muttersprache des
Kindes erteilt werden. Ferner muss nach dem Gesetz jeder Schultag
 mit Gebet und dem Verlesen eines Abschnittes der Heiligen
Schrift beginnen. In Schulen, in welchen die Kinder englischer
Abkunft den Kindern mit holländischer Muttersprache numerisch
annähernd gleichkommen, geschieht dies in der Regel abwechselnd
die eine Woche in englischer, die andere in holländischer Sprache,
Beim Lesen, Schreiben und Rechnen, ganz besonders
aber bei den beiden ersteren Fächern, soll der Lehrer stets daran
denken, dass sie nur instrumental sind, d. h. dass sie dazu dienen,
um sich durch sie die anderen Sachkenntnisse zu erwerben. Diesen
Fächern soll daher in den unteren Klassen weit mehr Zeit eingeräumt
 werden als in den oberen.
Die formativen, bildenden Fächer, von denen der Geist des
Kindes seine Hauptnahrung zieht, sollen aber schon allmählich
neben den instrumentalen Fächern eingeführt werden. Die auf sie
zu verwendende Zeit soll von Klasse zu Klasse immer mehr verlängert
 werden; während die auf die instrumentalen Fächer zu
verwendende Zeit in gleichem Masse verkürzt werden soll.
Der Direktor des Unterrichtswesens stellt dies an einer Stelle
(Regulations p. 9) durch das folgende Diagramm überaus anschaulich
 dar:
            
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