Full text : Britisch-Afrika in dem geplanten Britischen Reichszollverein

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Die Zahlen dieser Tabelle machen keinen Anspruch auf absolute
Genauigkeit; sie geben aber wenigstens einen gewissen Anhalt.
Die später zu gebende Entwicklung des Handels der einzelnen
Länder wird z. T. wenigstens die vorhandenen Fehler berichtigen.
Eine völlig genaue Statistik läßt sich mit Rücksicht auf die Unzu—
———
nicht geben.
Aus dieser Tabelle geht nun hervor, daß nahezu die Hälfte
des gesamten Außenhandels von Britisch-Afrika durch das Ver—
einigte Königreich besorgt wird. Den Anteil der übrigen britischen
Besitzungen habe ich im einzelnen nicht festzustellen vermocht. Nach
Samassa (S. 341) stammte aber z. B. die Einfuhr Südafrikas
im Jahre 1904 zu 62,50,, aus England und zu 13,90/0 aus
britischen Kölonien. — Die verhältnismäßig sehr niedrigen Ziffern
für Britisch-Ost- und Zentral-Afrika erklären sich durch das Vor—
wiegen des Nachbarverkehrs. Den Gesamthandel des Vereinigten
Königreichs mit Britisch-Afrika im Jahre 1902 wird man mit
gut 13,, Milliarden Mark sicher nicht zu hoch veranschlagen,
wahrlich schon eine ganz beträchtliche Summe, die sich inzwischen
noch vergrößert haben dürfte.
Die folgende Tabelle Nr. 2 mag die Wichtigkeit des afrika—
nischen Marktes für den gesamten britischen Außenhandel erläutern
(siehe S. 21):
Erscheinen nach dieser Tabelle auch die Zahlen für Britisch—
Afrika im Vergleich zu den Ziffern des Gesamtaußenhandels des
Vereinigten Königreichs nur gering, so zeigt sich in den Zahlen,
die das Verhältnis des Handels des Mutterlandes mit Britisch—
Afrika und der Gesamtheit der britischen Besitzungen einschließlich
AÄgypten angeben, die Bedeutung, die Britisch-Afrika unter den
britischen Kolonien als Handelsmarkt, besonders als Absatzmarkt,
zukommt. Obgleich Britisch-Afrika einschließlich Agypten der
Größe nach nur etwas mehr wie 1,, des gesamten britischen
Kolonialbesitzes darstellt, entfällt auf das Gebiet nahezu die Hälfte
der Einfuhr des vereinigten Königreichs in seine Kolonien. Ferner
ist nicht zu vergessen, daß die beiden wichtigsten Länder, Süd—
afrika und Ägypten, erst am Anfang ihrer wirtschaftlichen Ent—
wicklung stehen, und daß die Besitzungen in Mittelafrika, wie
das Beispiel der Goldküste uno Gambias lehrt, eines ganz erheb—
            
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