Hauptarten der Tabakpflanze
der in Baden und Elsaß wegen feiner guten Qualität sehr be—
liebte Geudertheimer (Dorf in Elsaß) Tabak. Die Blattlänge
ist nur wenig größer als die doppelte Blattbreite.
2. Nicotiana macrophylla (n. latissima,. Marnland-Tabak,
Abb.2 s8. 15). Der runde Stengel ist mit Mark gefüllt und
verzweigt sich in der oberen hälfte. Die Blüten, rosa bis rot—
farbig, stehen in Rispen oder Trugdolden; die enge walzen⸗
förmige Blumenröhre ist oben glockenförmig, und der Squm
verlängert sich in fünf Sipfel. Die Pflanze erreicht eine höhe
bis zu 3m. Die fast rechtwinklig am Stengel stehenden Blätter
sind in weiten Abständen voneinander entfernt und sind nicht
von blasiger Substanz. Die Adern des Blattes stehen in großem,
spitzem, fast rechtem Winkel zur Mittelrippe. Diese Art wird
meist nur in den füdlicheren Teilen der gemäßigten Zone an—
gebaut, welche, wie ihre Hheimat Marnyland, einen sehr heißen
Sommer haben. Wie bei m. tabacum unterscheidet man auch
hier nach der Stielung zwei Unterarten: 1. Ungestielter
Maryland-Cabak; dessen Blätter sind ungestielt und am unteren
Ende ohrenförmig ausgewachsen. Spielarten: a) Länglich—
blättriger Maryland-Tabak. Das Plaut ist lanzettförmig,
von dünner, blasenloser Substanz. Die Mittelrippe und die weit
auseinanderstehenden Seitenrippen sind dünn. Blattlänge: Breite
—2164 (bis 3): 1. Der reinste Typus dieser Spielart findet sich
außer dem in Maryland gebauten Tabak bei den Gewächsen aus
Brasilien, Portoriko, Kuba und Denezuela Marinas). uch im
deutschen Tabakbau ist diese Art vielfach vertreten. 0) Breit—
blättriger Maryland-Tabak. Die Pflanze wird sehr hoch,
Die am Stengel weit voneinander entfernten Plätter stehen auf—
recht; sie sind glatt, dick und fühlen sich fettig an. Die Blatt
länge ist gleich der doppelten Breite. Die in der Pfalz be—
triebenen Anbauversuche hatten ein ungünstiges Ergebnis, da
das Klima anscheinend unzuträglich war. Diese Art wird teil—
weise in Amersfort angebaut. ) Großblättriger Mary⸗
land-Tabak. Auch unter dem Namen Ohio⸗Tabak bekannt, ist
der vorhergehenden Art ähnlich. Die wenig blasigen rundlichen
Blätter sind fast ebenso breit wie lang. Die Blattform in
Derbindung mit der düuneren Blattsubstanz verurfacht, daß die
Blätter leicht durch Windstöße verletzt werden. d) Ovales
AnuG 416: Wolf, Der Tabak. 2 Aufl.
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