Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

RUSSLAND.  —  Finanzen  Dudget).

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vorrath)  nicht  mehr  als  74’378,512  betrug  Deckungsmittel  also  1  :  &*/,  !),
so  dass  567’773,342  ungedeekt  blieben.
Das  völlig  Unbefriedigende  des  ganzen  Verhältnisses  ergibt  sich
aber  noch  aus  andern  Umständen.  Neben  den  auf  809  Mill,  angewachsenen ­
  Verbindlichkeiten  des  Staats  gegen  die  Bank  und  ferneren
321*703,087  R.  Ausstände  für  Hypotheken,  deren  Betrag,  selbst  wenn
er  ganz  gesichert  sein  sollte,  doch  keineswegs  so  schnell,  wie  es  bei
einer  Bank  noth  wendig,  realisirbar  ist,—  begegnen  wir  einem  Wechselportefeuille ­
  von  nur  vier  Millionen!  So  wenig  konnte  noch  für  Förderung ­
  der  industriellen  und  commerciellen  Bedürfnisse  durch  diese
Bank  geschehen.
Die  Aufstellung  ist  im  Uebrigen  nicht  durchsichtig  genug,  um  die
ganze  Grösse  der  Verbindlichkeiten  des  Staates  gegen  die  Anstalt  mit
Bestimmtheit  erkennen  zu  lassen.  Der  oben  erwähnte  Bericht  des  Finanzministers ­
  anerkennt  jedoch  folgende  Schuldposten  unter  Angabe
ihres  Betrages  am  1.  Jan.  1804.  Wir  fügen  aus  der  Aufstellung  des
Bankinstituts  vom  12.  Oct.  1804  die  neueste  Ziffer  des  Betrages  der
nemlichen  Positionen  bei:
1)  Creditbillete,  an  Neujahr  1804  für  030*525,857  R.,  wogegen ­
  08*340,407  R.  Deckungsmittel  in  Metall  vorhanden  waren;  bleiben ­
  netto  508*179,390  ungedeckt.—  Nach  Bankausweis  vom  October:
in  Circulation  042*151,850,  ab  Metallvorrath  74*378,512,  ungedeckt
507*773,342.
2)  Einlagen  in  die  St.  Petersburger  und  Moskauer  Depositenund
  in  die  ehemal.  Commerz  -  und  Leihbank,  Jan.  78*183,138,  Oct.
nemlicher  Betrag.
3)  opiocentige  Reichsbankbillete  zum  Umtausch  gegen  die
Einlagebillete  der  ehemal.  Creditanstalten  ;  Jan.  208*777,000;  Oct.
273*801,550.
4)  Schulden  des  Reichsschatzes  an  die  Creditanstalten,  Jan.
149*830,859,  Oct.  157*920,179.
Damit  sind  aber  die  Passiva  des  Staates  offenbar  noch  nicht  vollständig ­
  aufgezählt.  Der  Vortrag  des  Ministers  erwähnt  z.  B.  noch,  dass
die  bis  zum  J.  1804  verbliebenen  »Schulden  der  Behörden,  Privatpersonen ­
  und  Gesellschaften«  an  die  St.  Petersburger  Depositenbank
betrugen  194  001,292,  —  ebenso  die  Schulden  der  gleichen  Kategorien
an  die  Moskauer  Depositenbank  150*205,350.  Wir  können  nicht  ermessen ­
  ,  in  wie  weit  diese  Summen  durch  Activa  gedeckt  sind  ;  für  sehr
ansehnliche  Beträge  hat  der  Staat  jedenfalls  einzustehen.  Dazu  kommt,
dass  er  für  alle  Verluste  der  Reichsbank  zu  haften  hat,  da  diese  Staatsund ­
  nicht  Privatanstalt  ist.
Ausser  der  russischen  gibt  es  noch  eine  polnisc.he  und  eine  f  inländische ­
  Schuld.  Die  erste  (die  polnische)  betrug  unmittelbar  vor
dem  Krimkriege  etwa  215  Mill.  poln.  Gulden  (über  32%  Mill.  russ.  S.-R.),
wozu  dann  eine  neue  Anleihe  von  3  Mill.  S.-R.  kam.  —  Die  finländische
Schuld  ward  1803  zu  3*023,000  S.-R.  berechnet.  Dazu  kam  (kais.  Ukas
vom  1./13.  Dec.  1802)  ein  4  %%  Anlehen  von  4*400,000  Thlr.  preuss.
Sonach  dürfte  sich  die  Staatsschuld  des  Reiches  etwa  so  stellen  :
            
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