Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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ÜESTEIUIEICH. — Finanzen Deficit,. 
Davon nimmt ein Monument für den Prinzen Eugen von Savoyen 102,700. 
eines für den Fürsten Schwarzenberg 50,000 fl. hinweg. — Unter den 
Subventionen industrieller Unternehmen erscheint der österr. Lloyd mit 
l’0y0,000, die Donau-Dampfsch. mit 100,000, die süd-nordd. Ver 
bind.-Bahn mit 000,000, die Theissbahn mit 800,000, die Elisabeth- 
mit r:i00,000, die böhm. West- mit 250,000 und die Reichenberger 
Bahn mit 100,000 fl. 
Deficit ist in der österr. Finanz nicht neu. v. Czörnig hat eine 
Zusammenstellung der Rechnungsabschlüsse seit 1781 veröflentliclit ; 
daraus ergibt sich, dass in den 78 Jahren bis 1858 nur zweimal die or- ^ 
dentl. Einnahmen grösser waren als der Bedarf; alle andern 70 Jahre* 
brachten Deficite. Allerdings war dieses Resultat zum Theil durch Aus 
gaben zu productiven Zwecken, namentl. Bau der ^unterdessen verkauf 
ten) Eisenbahnen herbeigeführt; diese Gestaltung muss indess immer 
hin unerhört erscheinen. Die Einkünfte betrugen 1781 65’777,78o fl.; 
sie stiegen 1791 auf 92’722,090, freilich einemBedarfevon 151’300,000 
fl. gegenüber, sanken aber im nächsten Jahre auf 07’049,490. Das Jahr 
1802 ist mit 80’204,040, 1803 dagegen mit I0l’41fl,7l0 aufgeführt, 
1805 hat 1 1 l'808,200, 1800 80’708,830, 1808 10F878,490 geliefert, 
1809 nur 94’ 740,4 20, u. 1 813 trotz der Anstrengungen blos 101’511,070, 
1814 sogar nur 70’288,004. Der grösste Aufwand fand in jener Periode 
statt 1805: 145’93S,500 (wov. Militär 87% Mill.); 1809' 202’020,890 
(Milit. 197% Mill.) ; 1810; 351’134,170; 1813: 1 1 F1 72,110 (Milit. 
02’870,050). Von 1810 bis 1835 beliefen sich die Einnahmen meist 
zwischen 125 und 132, die Ausgaben zwischen 132 und 180 Mill. Das 
J. 1821 erforderte 159*4 Mill., das nächste Jahr, wegen des italien. 
Feldzugs 215’088,010. In dem letzten Decennium vor der 1848er Be 
wegung stellten sich die Rechnungsabschlüsse folgendermassen : 
Einkünfte 
isas 14 POS 1,290 
isao i45’2ia,sso 
1840 141/514,3:12 
1S41 14a’03T,924 
1842 145'520.01T 
Deficit 
l(/4t)0,23S 
17’204,542 
IS’132,704 
lO’l10,707 
1 PS02,:i45 
1843 
1844 
1845 
1840 
1847 
Einkünfte 
150'371,S30 
152’012,900 
153'509,037 
154N24,481 
153'340,790 
Deficit 
14'952,039 
15'500,723 
17’40S,770 
2PH74,448 
50’037,470 
So ist es augenscheinlich, dass die Finanzzerrüttung nicht erst durch 
das )dlevolutionsjahr« herbeigeführt wurde. Aber allerdings sanken nun 
die Einkünfte, sowohl 1818 als 19, auf 100% Mill. ; und wenn sie sich 
1850 auf 1 97 '%, 1851 auf 225 Mill, hoben, so steigerten sich auch die 
Bedürfnisse desto mehr. Die officielle n Angaben, denen wir andere 
Berechnungen zur Seite stellen, anerkennen folgende Deficite: 
Officielles Deficit Deficit nach Privatberechnung 
5S’870,001 fl. C.-M. 
1393130,224 
1S48 
1840 
1650 
1851 
1852 
1853 
1854 
1855 
1850 
1857 
1658 
45’110,040 fl. C.-M 
121’905,S05 - - 
54’804,S02 - - 
02’223,030 - - 
53'447,331 - - 
50'253,035 - - 
140’7 12,022 - - 
13S’809,297 - - 
02’353,007 - - 
42’533,80s - - 
36’481,601 - - 
Deficit in 11 J. S15’357,523 fl. C.-M. 
90’5S9.725 - - 
104’399,971 - - 
79’024,516 - - 
80’515,905 - - 
176']03,940 - - 
160'135,017 - - 
11P169,771 - - 
10P603,050 - - 
44’205,054 - - 
1,161'303,490 fl. C.-M.
	        
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