Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

PREUSSEN.  —  Land  und  Leute  (Geschlechtsverschiedenheit).

169

1831
1840
1849'
1858
1861

Oeiammtzahl  männlich  weiblich
13’ü38,97(t  davon  6’492,880  6’546,090
14’928,503  "'448,584  7’479,919
16’296,483  8'128,753  8M67,730
17’672,609  S’803,129  8’869,480
18’491,22ü  9’212,413  9’278,807
Das  anfangs  wol  wesentlich  durch  die  Männerverluste  in  den  Kriegen ­
  herbeigeführte  bedeutende  Missverhältniss  zwischen  beiden  Geschlechtern ­
  hatte  sich  1840  der  Ausgleichung  genähert;  seitdem  ward
es  durch  Auswanderung  junger  Männer  (zum  Theil  des  Militärdienstes
wegen)  vergrössert.  Von  der  Gesammtbevölkerung  kamen  auf  die  weibl.
Hälfte:  1816  50,41  Proc.,  1840  50,10,  1858  50,15%,  1861  50,18**).
Die  Bevölkerungszunahme  betrug,  nach  Massgabe  der  je  nach  3
Jahren  vorgenommenen  Aufnahmen  :
1817—19  jährlich  2,039  Proc.

1820—22
1823—25
1826—28
1829—31
1832—34
1835—37
1838—40

2,071
1,693
1,277
0,819
1,204
1,451
1.963

1841—43  jährlich  1,211  Proc.

1844—46
1847—19
1850—52
1853—55
1856—59
1859—62

1,383
0,451
1,099
0,524
1,040
1,475

Bei  der  Aufnahme  von  1855  ergab  sich  in  zwei  Regierungsbezirken  eine
Verminderung;  1858  kam  dies  noch  in  einem  Bezirke  (Minden)  vor.
Die  Zahl  der  Haushaltungen  betrug  1861  3’825,693.  Es  kamen ­
  sonach  im  Durchschnitte  4,83  Köpfe  auf  eine  jede.  —  Zahl  der
Gebäude;  4’327,749  Privathäuser  und  85,879  öffentl.  Geb.,  darunter
18,075  Kirchen  und  Bethäuser,  25,479  Schulen,  8914  Spitäler  und
Waisenhäuser,  8079  zu  Versammlungen  der  Landes-  oder  Gemeindecollegien,
  3320  Militär-  und  22,012  sonst.  Gebäude  für  Verwaltungsoder ­
  Cultusz  wecke.
Die  mittlere  Zahl  der  Geburten  und  der  Sterbfälle  ist  sehr  verschieden ­
  in  den  einzelnen  Provinzen.  Es  kam  je  eine  Geburt  jährlich  auf
nachbemerkte  Einwohnerzahl  :
Darchschnitt
20  1821—1830  1831—40  1841—50  1851—60  1816—60

Provinzen
PreuKsen  .  .
Posen  .  .  .
Schlesien  .  .
Pommern.  .
Brandenburg
Sachsen  .  .
Westphalen  .
Rheinland  .
Oesammtstaat

1816
18,31
19.07
21,12
23,83
24,69
25,82
28.08
27,81
23,03

21,34
22,81
22,53
24,83
25,60
26,02
27,26
27,30
24,36

23,99
24,05
24.07
25.69
27.08
26,59  .
27,26
26.69
25,51

23,08
22,28
24,93
25,20
26,76
26,53
28,31
27,40
25,44

22,21
23,07
25.20
25.21
26,87
26,18
28,80
28,16
25,55

22,22
22,63
23,98
25,12
26,46
26,29
27,96
27,44
25,05

*)  1852  war  die  Oesammtzahl  16’935,420  ;  1855:  17’202,013.
**)  Bei  den  letzten  Zählungen  fand  sich  der  Ueberschuss  der  weibl.  Bevölkerung ­
  in  den  Altersclassen  zwischen  17  —  32,  und  von  46  und  mehr  Jahren.
l\s  werden  durchgehends  5  —  6%  mehr  Knaben  als  Mädchen  geboren;  es  sterben ­
  aber  auch  mehr  schon  in  den  Kindeijahren,  doch  bleiben  sie  noch  in  der
Ueberzahl  bis  zur  Periode  von  17—32  Jahren,  in  welcher  Zeit  die  Veränderungen ­
  in  der  Lebensweise  (andere  Berufsbeschäftigung,  theilweise  Gefahren)  mehr
junge  Männer  wegraffen,  als  die  oft  tödtlichen  Kindbette  die  rrauenzahl  vermindern. ­
  Von  33—39  Jahren  sind  wieder  mehr  Männer  als  h  rauen  vorhanden,
von  da  an  aber  sterben  sie  weit  häufiger  als  die  h  rauen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.