Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

PREUSSEN.  —  Land  und  I.eute  Nationalitäten,  Städte).

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Evangeliiche  Katholiken  Griechen  Mennonit.  DenUchkath.  Juden
Hohenzollem  1,209  02,255  —  —  —
Jadegebiet  .  SO  7  83  —  —  ~-R.
  Militär.  184,098  82,209  0  8  <>3  1  328
Zusammen  lï’298,294  0’900,988  '  1202  13,716  16,233  254,785
Die  »Griechen«  sind,  soviel  bekannt,  sämmtlich  griech.  Katholiken.  Köm.-kathol.
  Klöster  und  Congregationen  waren  1861  185  vorhanden  (davon  101  in
der  Rheinprovinz,  34  in  n  estphalen,  25  in  Schlesien,  1  in  Sachsen,  9  in  Posen,
8  in  Preussen,  7  in  Hohenzollern);  zus.  mit  3888  Indmduen  (davon  1005  männl.,
2883  weibl.)

Nationalitäten.  Nach  der  Sprachverschiedenheit  ergab  die  Zählung
von  1861  bei  der  Civilbevölkerung  15’71S,65G  Deutsche  und  2’504,192
Nichtdeutsche,  neml.  2’214,888  Polen,  Masuren.  Kassuben,  82,232
Wenden,  58,880  Böhmen  und  Mähren,  136,990  Litthauer,  414  Curen
und  10,788  Wallonen.  Hiebei  sind  sämmtliche  Juden  den  Deutschen
zugezählt,  da  dieselben  allerdings  deutsch  als  Muttersprache  reden  (nur
muss  die  gleiche  Regel  bez.  der  Juden  in  andern  Ländern,  z.B.  Oesterreich ­
  ,  ebenfalls  gelten,  während  man  sie  dort  durchgehends  gesondert
auffOhrt);  ebenso  sind  als  Deutsche  gerechnet  die  Nachkommen  der  franz.
Refugiéis,  obwol  dieselben  zumTheil  eigene  Gemeinden  bilden.  Bezilgl.
des  Militärs  fehlen  die  Nachweise.  Die  Nichtdeutschen  sind  im  Wesentlichen ­
  folgendermassen  vertheilt  (abgesehen  von  vereinzelten  hällen):

A.  Polen,  Masaren,  Kusnben  :
1)  im  Grossh.  Posen  801,372  neml.
R.-B.  Posen  .  .  560,566
Bromberg  .  240,806
2)  in  Preussen  .  .  690,441  neml.
R.-B.  Königsberg.  162,969
Gumbinnen  .  148,071
Danzig  .  .  114,635
Marien  Werder  264,766
3)  in  Schlesien.  .  719,365  davon
R.-B.  Oppeln  .  .  665,865
Breslau  .  .  53,474

B.  Wenden  :
R.-B.  Frankfurt  .  .  49,871
Liegnitz  .  .  32,353
C.  Böhmen  u.  Mähren:
R.-B.  Oppeln  .  .  .  51,187
Breslau.  .  .  7,484
D.  Litthauer:
R.-B.  Königsberg  .  32,407
Gumbinnen  104,583
E.  Wa'lonen  :
R.-B.  Aachen.  .  .  10,502

Am  stärksten  gemischt  ist  die  Be.völkerung  in  folgenden  Regierungsbezirken ­

  (das  Militär  ungerechnet)  :
Deuteche  dentwhe
R.-B.  Posen  .  .  389,914  560,715
Bromberg  .  276,109  240,806
Zus.  Prov.  Posêïr“6607083  801,521
R.-B.  Oppeln  .  409,218  717,052
Ganz  Schlesien  .  2’539,094  810,401

_  ^  .  Nicht-^
Deutsche  ¿enteche
R.-B.  Königsberg.  776,230  195,797
Gumbinnen.  439,099  252,654
-  Danzig  .  .  349,467  114,637
Marienwerder  441,382  264,766
Zus.  Prov.Preussen  2’006,178  827,854

Städte.  Im  J.  1849  betrug  die  städtische  Bevölkerung  nur  4’324,813  ;
bei  den  letzten  Aufnahmen  dagegen  hatten  :
Zählung  von  1858  Zählung  von  1861
994  Städte  !v250J34  Einw.  =  29,6%  lOOO  Städte  59125,852  E.  =  30,4  %
Plattes  Land  12’489,779  -  =  70,4  -  Land  .  .  12'865,368  -=  69,6  -
Es  hat  sich  also  vermehrt  :
die  Stadtbevölk.  die  Landbevölkerung
von  1849-1858  um  925,321  =  21,4  %  483,405  =  4,0%
_  1859—1861  -  375,718  =  7,1  -  375,5^9  =  3,0  -
Die  Zunahme  in  den  Städten  war  also  grösser  als  auf  dem  Lande,  bes.
            
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