Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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PREUSSEN.  —  Finanzen  früherer  Staatshaushalt).

179

1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1850
185-1858

1859
1800
1801
1802*)
1803*)
1804*)

nern  (sammtGendarmerie)  2*300,300,  d.  Handels  1*574,000,  d.  Kriegs  22*804,300,
d.  Finanzen  272,100,  d.  ^hatzes  (einschl.  Provinzialschuldenzinsen)  1*159,730;
Staatsschuld  10*143,020;  Pensionen  2*700,000;  Regierungen  2%  Mill.;  Gestüte
100,000;  Ausfälle  und  Ausserordentl.  1*700,000.  Zus.  50  Mill.
Im  J.  1811  lautete  der  veröffentlichte  Etat  auf  55*807,000,  der
geheime  auf  02*925,000  ;  die  wirkliche  Einnahme  betrug  70*040,942
netto,  während  die  Rruttosumme  (nach  Reden)  auf  90*595,000  stieg.  —
1844:  officiell.  Etat  57*077,194,  geheimer  05*239,135;  wirkliche  Einnahme ­
  73*731,540,  brutto  97*200.000.  —  1847  war  der  wirkliche
Reinertrag  70*972,105;  1848  00*003,082;  1849  03*753,375.
Die  ganze  Roh-Einnahme  eingerechnet,  ergaben  die  Budgets:
Jahr  Ausgaben  Dam  Deficit
85*993,281  91*601,281  5*608,000
88*765,349  93*326,567  4*561,168
90*721,860  93*794,433  3*072,573
94*277,300  96*911,013  2*633,713
97*558,698  101*159,163  3*600,895
103*925,069  107*990,069  4*065,000
105*953,312  109*835,632  3*882,320
113*064,113  116*336,877  3*272,764
120*242,312  120*242,312  k.  Deficit
126*409,778  126*409,778  .  k.  Deficit
130*399,288  131*859,288  1*460,000
130*312,755  136*342,316  6*029,561
134*541,701  139*327,337  6*239,358
136*523,411  139*908,411  3*385,000
137*744,159  139*844,159  2*100,000
141*333,738  145*833,738  4*500,000
Zusammen  in  16  Friedensjahren  eine  Steigerung  des  Bedarfs  um
mehr  als  54  Mill.  Thlr.  oder  um  mehr  als  59  Proc.  Dabei  Aufhäufen
von  52*956,640  Thlr.  Deficit,  welches  allerdings  für  die  letzten  Jahre
theils  durch  natürl.  Steigen,  theils  durch  Hinaufschrauben  der  Einnahmen ­
  über  den  Voranschlag  sogar  mehr  als  blos  ausgeglichen  ward.  Allerdings ­
  wurde  ein  Theil  der  Ausgaben  als  »ausserordentlich«  aufgeführt.
Solche  sog.  »ausserordentliche«  Bedürfnisse  stellen  sich  aber  in  dieser
oder  jener  Form  jedes  Jahr  ein,  wie  eine  Unterscheidung  zwischen  ordentlichen ­
  und  ausserordentlichen  Budgets  überhaupt  nur  erfunden  wurde,
um  thatsächlichc  Deficite  zu  beschönigen.  —  In  Wirklichkeit  waren  die
Ausfälle  in  der  ersten  Periode  viel  grösser,  als  sich  aus  obigen  Zusammenstellungen ­
  ersehen  lässt.  Schon  in  dem  Vortrage  des  Berichterstatters ­
  Kühne  an  das  Abgeordneten  -  Haus  vom  25.  April  1S55  über  das
Budget  ward  hervorgehoben:  Seit  1848  haben  in  keinem  Jahre  die
regelmässigen  Einnahmen  zur  Deckung  der  gewöhnlichen  Ausgaben  genügt. ­
  Der  Finanzzustand  habe  sich  in  den  5  Jahren  1848  bis  1852  (nur
so  weit  lagen  die  Abrechnungen  vor)  in  folgender  Weise  verschlimmert  :
1.  Vermehrung  der  verzinslichen  und  unverzinslichen  Schuld
um  43  MdI.  Rthlr.,  zu  einem  Erlöse  von  42*488,658  Thlr.
2.  Verminderung  des  Staatsschatzes  um  17*642,325  -
3.  Aufzehrung  von  Capitalien  und  Beständen  9*441,570  -
Zusammen  69*572,553  ITilr.
Ab:  Erhöhung  von  Cassabeständen  3*259,361
_  •  Bleiben  Manco"1W^3,192  thfi:
*)  In  den  3  letzten  Jahren  vom  I.andtage  nicht  genehmigter  Reggsentwurf.
            
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