Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

PUFX’SSEN.  —  Militär  (Bildung  des  Heeres).

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ein  Missverhältnis«,  das  bedeutend  grösser  ist  als  im  österr.  Heere.  Allein ­
  die  Begünstigung  des  Adels  tritt,  wie  obige  Notizen  erweisen,  bes.  bei
Beförderung  zu  den  höhern  Posten  hervor.  Nur  bei  der  Artill.  und  dem
Genie  hat  das  bürgerl.  Element  ein  Uebergewicht.  Am  übermässigsten
ist  der  Adel  bei  der  Garde  vertreten.  *)
Formation.  Ein  Garde-  und  S  Linien-Armeeeorps  à  2  Divisionen  :

Infanterie:  Bataill.  Friedensstand
9  Keg.  Garde  27  16,991
72  -  Linie  216  116,208
10  Bat.  Schützen  10  5,940
Zus.  Infanterie  253  138,539
Ca  V  allerlei  Schwadron.
8  Keg.  Garde  *)  32  4,769
40  -  Linie*)  168  24,984
12  -  Landwehr*)  48  204

Kriegsstand
27,054
216,432
10,020
253,506
4,857
25,432
7,272

Zus.  60  Keg.  Cavallerie  248  29,957
Artillerie:  9  Brigaden  108  Batterien*)  16,381
Pioniere:  9  Bataillone  4,491
Train:  9  Bataillone  .  .  .  .  .  1,66^
Formationsmässige  Gesammtactivarmee  .  191,033
im  Frieden  mit  432,  im  Kriege  mit  864  bespannten  Geschützen.
Die  Reserven  werden  zu  105,123,  die  Besatzungstruppen  (Land-37,561


27,918
5,454
30,200
356,532

wehr)  zu  153,900  gerechnet;  Total015,921  M.  Nimmt  man  die  Invaliden, ­
  die  Gendarmerie  und  die  Landwehr  2ten  Aufgebots  dazu  (welche
in  110  Bat.  mit  95,190  M.  formirt  werden  kann),  so  wird  eine  Gesammtsummc
  von  743,291  (nach  einer  andern  Berechnung  von  071,280)  M.

*)  Auf  Grundlage  der  von  W.  ¡SUmbel  (»Geber  d.  Mangel  an  genialen  Feldherrn« ­
  gelieferten  allerdings  nicht  mehr  ganz  neuen  Materialien  haben  wir  folgende ­
  Vergleichungstabelle  angefertigt.  Die  Zahl  der  bürgerl.  Oberoffieiere
  beträgt  gleichzeitig  :
Bang  Oesterreich
Feldzeugmeister,  Feldmarschälle,  Generale
Feldmarschalllieut.,  Gen.-Lieuten..
Generalmajore  .......
Stabsofficiere  :  a.  Infanterie  .
b.  Cavallerie  .  .  .
c.  Artillerie  .  .  .
d.  Genie
Hauptleute  etc.  und  Subalternoff.  :  a.  Infanterie
b.  Cavallerie
c.  Artillerie
d.  Genie

Prenssen

tillerie  */».  —  1864  soll  sich  das  Verhältniss  etwas  gebessert  haben.
*)  1  Keg.  Garde-du-Con)s,  1  Cürass.,  2  Dragoner,  1  Husaren,  3  Ulanen.
*)  8  Keg.  Cürassiere,  8  Dragoner,  12  Husaren,  12  Ulanen.
•)  Es  ist  die  Auflösung  der  Landwehr-Cavallerie  und  deren  Ersetzung  durch
8  Linien-Kegimenter  beabsichtigt;  (im  Frieden  sind  nur  die  Stämme  vorhanden).
•)  Die  Artillerie  ist  in  einer  Umgestaltung  in  Feld-  und  Fcstungsartill.-Kegimenter
  begriffen.  Ende  1864  waren  bereits  die  9  Keg  der  ersten  Kategorie
vollzählig  dagegen  fehlten  noch  4  der  zweiten.  Nach  der  neuen  Organisation
wird  die  Artillerie  auf  dem  Kriegsfusse  135  mobile  Batterien  mit  1080  Feldgeschützen ­
  und  72  Feldart.-Festungscompagnien  aufstellen  können,
            
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