Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

DEUTSCHLAND.  —  Württemberg  (Land  und  Leute).

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Die  Auswanderungen  betrugen  in  den  10  Jahren  vom  3.  Dec.  lb**/„  zusammen ­
  54,285  I’ers.,  somit  durchschn.  aufs  Jahr  5,428.  —  Am  stärksten  war,
in  Folge  einer  Reihe  ungünstiger  Emdten,  Weinfehljahre  etc.  die  Auswanderung ­
  in  den  Jahren  1853  und  1854;  sie  betrug  im  J.  1854  allein  21,144  Fers.  —
Die  Einwanderung  betrug  in  den  10  Jahren  18*%,  zusammen  9,029  Personen,
somit  durchschn.  aufs  Jahr  902.

Städte  (3.  Dec.  1801).  Stuttgart,  ohne  die  Weiler,  50,103  Einwohner ­
  ;  mit  denselben  zählte  :
Stuttgart.  .  .  61,314  Rottenburg  a.N.  5,996
Ulm  ....  22,736  Biberach  .  .  .  5,099
Heilbronn  .  .  14,333  Kirchheim  u.  T.  5,478
Heutlingen  .  .  13,075  Ebingen,  mit  Parc.  4,012
Esslingen  .  .  11,558  Nürtingen  .  .  4,520
~~  mit  Filialen  .  15,059  Calw  ....  4,402
Ludwigsburg  .  ll,20l  Rottweil  mit  Alt-Jübingen
  .  .  8,709  stadt  .  .  .  4,350
Gmünd  .  .  .  8,298  Mezingen  .  .  .  4,318
Eannstadt  .  .  7,414  Aalen,  mit  Parc.  4,272
Hall  ....  6,862  1  Eningen  u.  A.  .  4,217
Göppingen  .  .  6,748  I  Pfullingen  .  .  4,042
Havensburg.  .  6,092  i  Schwenningen  .  3,927
mit  Parcellen  0,817  I  Sindelfingen  .  .  3,804
luttlingen  mit  '  Heidenheim  .  .  3,702
Farcellen  .  .  0,397  Oehringen  3,700
Städtische  Bevölkerung  (1858)  90,441  Familien  mit  433,410  Personen
Ländliche  -  -  208,994  -  -  1’257,488

I.aupheim.  .  ,
Ellwangen
Backnang.
Schorndorf
Urach,  mit  Parc
Langenau.  .
Böblingen
Ehingen  a.  D.
Waiblingen  .
Vavhingen
Scbramberg,
Parcellen
Winenden
Bietigheim
Mergentheim

mit

3,657
3,623
3,593
3,490
3,402
3,371
3,287
3,261
3,260
3,197
3,125
3,037
3,024
3,000

Gebietsveränderungen.  Vor  der  franz.  Revolution  umfasste  dasHerzogthum
  Württemberg  etwa  175  Q.-M.  und  585,000  Menschen.  Es
gehörten  zu  demselben  0  Herrschaften  im  Eisass  und  in  der  Franche-Comté,

  darunter  die  gefürstete  Grafschaft  Müinpelgard,  dann  Franque-^ont
  und  Blamont,  ferner  die  Grafschaft  Horburg  und  die  Herrschaft
Heiclienweiher.  Diese  links-rheinischen  Besitzungen,  30  Q.-M.  mit
56,000  Einw.,  gingen  an  Frankreich  verloren.  Der  Reichs-Deput.-Schluss
  von  1803  gab  zur  Entschädigung  :  die  Probstei  Ellwangen,  viele
Abteien  und  Klöster  (Zwiefalten,  Rothenmünster,  Comburgetc.)  und  die
Heichsstädte  Weil,  Reutlingen,  Esslingen,  Rottweil,  Giengen,  Aalen,
Hall,  Gmünd  und  Heilbronn.  —  45  Q.-M.  mit  1  16,700  Einw.  Württemberg, ­
  zu  einem  Kurfürstenthum  erklärt,  umfasste  gegen  100  Q.-M.
und  784,000  Menschen.  Der  Pressburger  Friede  brachte  1805  neue
Aergrösserungen  :  Ehingen  und  4  andere  Donaustädte,  die  Grafschaften
Hohenberg  und  Bondorf,  die  Landgrafschaft  Nellenburg,  Theile  des
llreisgau  und  ritterschaftliche  Enclaven,  65  Q.-M.  mit  185,500  Bewoh-J^ern.
  Der  Kurfürst  hob,  30.  Dec.  1805,  einseitig  die  Verfassung
und  nahm,  1.  Jan.  1806,  den  Königstitel  an.  Gegen  Abtretung
Von  Villingen,  Bräunlingen  und  andern  Schwarzwalddistricten  an  Baden,
6rhie.lt  Württemberg:  Biberach,  die  bayerische  Herrschaft  Wiesenstein,
^ie  Stadt  Waldsee,  die  Grafschaft  Schellingen,  zwei  Deutsch-Ordenscommenden,
  1  Abtei  und  die  Souveränität  über  10  Grafschaften  (Isny,
Cchsenhausen  etc.),  6  Herrschaften,  einen  Theil  der  Besitzungen  der
Fürsten  Thurn  und  Taxis,  Limpurg-Gaildorf,  Löwenstein,  Hohenlohe
und  Krautheim.  1800  erlangte  Württemberg  ferner:  Die  Landgerichte
lettnang,  Ravensburg,  Leutkirch,  Wangen  (grösstentheils),  Söllingen,
Albeck,  Geisslingen,  Crailsheim  und  Gerhardsbronn,  die  Stadt  Ulm,
            
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