Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

DEUTSCHLAND.  —  Württemberg  (Finanzen).

255

im  Rechnungsjahre  18**/,*
umgelegten  Staatssteuem  :

die  Catastersummen  und  die  auf  dieselben
Steuer  auf  je  100  fl.

Grundstücke,  Kcincrtr,«  lS'(IO4,0y2  Ä.j  „  ,  3%,  Thlr.  v.  Ueincrtragc;
Gebäude,  Capitalwerth  202’88uis92  -  2  -  27  -  5‘/„  -  -  Capitalwerthe;
Gewerbe,Catasteranschlag  411,067  -  91  -  13  -  3%,  -  -  Catasteranschl.
Hiebei  ist  jedoch  zu  erwähnen,  dass  die  Cataster-Einschätzungen  des  Reinwtrags
  der  Grundstücke  und  des  Capitalwerthes  der  Gebäude  tief  unter  der
^  irklichkeit  stehen,  und  der  Catasteranschlag  der  Gewerbe  keine  Schätzung
,  ®  Gewerbeertmgs,  sondern  der  Gewerbesteuer  ist,  wie  der  Gesetzgeber  sie
nach  gewissen  Anhaltspunkten  dachte.  —  Von  der  Capitalrenten-  und  der
Apanagen-  und  Einkommensteuer  ruht  die  letztere  ausschliesslich  auf  dem  Einommen ­
  aus  Apanagen  und  aus  solchen  Berufen,  welche  den  übrigen  directen
'  namentlich  der  Grund-,  Häuser-,  Gewerbe-  oder  Capitalsteuer
ment  unterliegen,  und  trifft  hauptsächlich  das  Einkommen  der  Apanagirten
rrinzen  etc.),  der  Beamten,  Geistlichen,  üfficiere,  Aerzte,  Advocaten,  Künst-1
  ’  Handlungscommis,  sowie  der  ein  Einkommen  von  mehr  als  200  fl  beziehenden ­
  Geholfen,  Arbeiter  und  Diener.  Beide  Steuergattungen  (die  Capitalrentenund
  die  Einkommensteuer)  betragen  seit  dem  J.  1858  je  4  Procent  des  betreffenden ­
  Einkommens.  Vorher  betrug  seit  dem  J.  1848  die  erstere  5,  die  letztere
*  Brocent.

1)  Civilliste  ....
f)  Apanagen,  Wittume
Staatsschuld  .
^)  Renten  .  .  .
5)  Entschädigungen
Bensionen  .  .
')  Quiescenzgehalte
8)  Gratialien  .  .
I  )  Geheimer  Rath  .
*9)  Depart,  der  Justiz

Ausgaben  (Bedarf)  18**/,,

882,400
244,792
3*527,665
61,264
48,283
678,100
15.000
95.000
42,483
1*068.685

11)  Depart,  d.  Auswärtigen

des  Innern.
des  Kirchen-  u.
Schulwes.  .
des  Kriegswes.
der  Finanzen  .
16)  Ständische  Sustentationscasse

17)  Keservefonds  .  .  .

12)
13,
14)
15)

213,866
1*752,958
1*947,019
3*586,249
811,270
178,687
70,000

Zus.  15*223,721

Abweichend  waren  für  die  beiden  andern  Jahre  der  Finanzperiode  festgesetzt:
  Ziffer  3  oben  für  18“/.,  zu  4*219,409,  für  18“/..  zu  4*607,686;  —  endlich
me  Gesammtsumme  :  15*719,233  und  16*239,688  fl.
Das  unter  der  Civilliste  nicht  begriffene  »Hofdomänen-Kammergut«
(Familienfideicommiss)  erträgt  dem  Könige  nach  dem  Stande  der  letzten,
J.  1861  vorangegangenen  Jahre,  210,000  fl.  Die  Civilliste  hat,
vermöge  der  darunter  begriffenen  Naturalien,  im  Durchschnitt  der  drei
re  18*y*g  jährlich  900,002  fl.  31  kr.,  zus.  also  mit  der  oben  er-'vä
  nten  Summe  ungef.  1*1  11,000  fl.  Von  dem  Bedarfe  für  die  Staatskommen,
  ausser  4000  fl.  Provisionen  auf
18“,.  18“/..  18“/.,
Zinsen  .  .  2*803,265  3*378,709  3*673,086  3*807,106
lilgung  .  720,400  836,700  930,600  1*128,920
Die  Schuld  kostete  1&*®/,,  nur  1*384,221  fl.  Indessen  vrar  am
j>!,  Juni  1860  für  Eisenbahnen  sammt  Betriebsmaterial  ein  Capital  von
82  1,956  fl.  26  kr.  verwendet,  theils  aus  dem  Grundstock,  theils  aus
flehen.  Die  Bahnen  lieferten  nun  einen  Reinertrag  18*%*  von  6,1
/oc.,  18**gß  von  5,3,  18**^,  von  6,2  Proc.  Da  jene  Summe,  so  weit
durch  Anlehen  aufgebracht  wurde,  theils  zu  3*/,,  theils  zu  4,  und  in
f  ungünstigen  Zeit  zu  4  */.  "/„  (neuerdings  durchgehends  zu  4  ver-2insjt
  wird,  so  sind  die  Steuerpflichtigen  durch  die  Schuldvermehrung  ereichtert,
  nur  die  Anlehen  zu  Kriegszwecken  zur  Zeit  des  Orient-  und
*^8  italien.  Kriegs  bilden  in  neuer  Zeit  Ausnahmen.  —  Der  Militär-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.