DEUTSCHLAND. — Gr. Hessen Land und I.eute).
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boten 25,098. — Haushaltungen 1861: 176,225, sonach durchschn.
4,80 Individuen. — Nach Geschlechtern 424,202 männl. Einw.,
4«12,705 weibl. — Während 1855 eine Bevölkerungsverminderung
17,910 Menschen eingetreten war, ergab die Zählung von 1858
die von 1861 11,496 Vermehrung.
Confessionen (1861)'
Evangelische . , 590,551
Katholiken . . 224,021
Deutsch-Kath. etc. 3,200
Mennoniten . . 913
And. Christen . . 218
Juden .... 29,000
Frühere Bevölkerung :
1817: 629,535
1825: 695,980
1834: 760,765
1843: 834,711
1849: 852,524
1852: 854,314
\on 1822 — 61 sind 145,059 Personen mehr aus- als eingewan-
davon 81,706 in den 9 Jahren 1846—55.
Zahl der Gehurten in den 9 Jahren 1858—61 zus. 81,523, Sterb-
lälle 55,446.
Städte (1861) 68 mit 228,640 Einw.: Mainz 41,279 (mit Kastei
•*b.022), Darmstadt 28,529 (1822: 18,943), Offenbach 16,707, Worms
^i,«l99 (einst gegen 60,000), Giessen 9355, Bingen 5916, Alzei 5245,
«ensheim 4784, Friedberg 4691 , Heppenheim 4625, Alsfeld 4033,
Kastei (bei Mainz) 3743, Dieburg 3611, Gernsheim 3603.
Das Areal der productiven Bodenfläche beträgt 3 208,363 Morgen,
ßoml. 1'694,589 Acker- und Gartenland, 437,576 Wiesen- und Wei-
enland, 98,729 Weinberge (wovon 36,013 in Rheinhessen) u. 1'097,475
Morgen Wald.
Gehietsveränderungen. Vor der f'ranz. Revolution umfasste die Land-
Grafschaft Hessen-Darmstadt : 1) die Grafschaft Katzenelnbogen (mit
Jarnistadt und Ems), 2) Überhessen (das Oberfürstenthum, mit Gies-
Butzbach), 3) die Herrschaft Hanau-Lichtenberg (meist im Ober-
f sass, mit Pirmasens in der jetzigen bayer. Pfalz, und Buchsweiler im
jetzigen franz. Niederrhein), zus. 102 Q.-Meil. mit 300,000 M. Im
^uneviller Frieden mussten abgetreten werden ; die linksrheinischen
^Sitzungen an Frankreich, die Aemter Lichtenau und Wilstadt an Ba-
, und die Aemter Katzenelnbogen, Ems, Epstein und Kleeberg an
‘ assau-Usingen, — zus. 38 Q.-M. mit 79,300 Einw. Entschädigung :
as Herzogthum Westfalen, die Mainzer Aemter Starkenburg, Steinheim,
ernsheim, Vilbel, Hirschhorn, Heppenheim, Bensheim, Lorsch, Fürth,
^ zenau etc. ; die pfälz. Aemter Lindenfels, Umstadt und Otzberg; fer-
rechtsrheinische Gebiet des Hochstifts Worms, die Reichsstadt
riedberg und die Probstei Wimpfen, zus. 103 Q.-Meil. und 201,800
enseben. Durch einen Tauschvertrag mit Baden ward die Reichsstadt
erlangt. — Am 13. August 1806 nahm der Landgraf den Ti-
p I rossherzogtt an. Er erhielt die Hoheit über Löwenstein-Werthheim,
^^r ach, Leiningen, Solms, Wittgenstein und Hessen-Homburg = 42 Q.-
®i • mit 90,800 Einw. — 1810 erlangte man einige Aemter von Ba-
einen Iheil von Hanau und ein Amt von Fulda = 9 Q.-M., 31,600
scmT" ^ 1814 ward die Gesammt-Volkszahl auf 620,000 verA-
— Nach den Wiener Congressbeschlüssen musste Darmstadt
reten; das Herzogthum Westfalen, die Fürstenthümer Wittgenstein,