GltOSSBRITANlEN. - Finanzen (Budget).
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sehr gemindert worden. Allein in den grossen Kriegen eroberten die
Briten fast alle auswärtigen Besitzungen der Franzosen, Holländer und
Dänen, und viele der Spanier und Portugiesen. Die Friedensverträge
beliessen ihnen einen sehr bedeutenden Theil dieser Eroberungen. So
verblieben den Briten schon zufolge des Friedensschlusses von Amiens,
1S02, Ceylon und Trinidad (erstes bis dahin Holländisch, letztes Spanisch).
Jener von Paris, IS 11, sicherte ihnen Malta (früher dem Malteser
Orden gehörend) ; St. Lucia, Isle de France (Mauritius) und die
Sechelen (Franz. Colonien) ; Demerary, Essequebo, Berbice und das Cap
(zuvor Holländisch) ; Helgoland (Dänisch), und die Oberherrlichkeit
über die Ionischen Inseln. In Folge der abweichenden Thronfolgeordnung
in England und Hannover ward zwar das letzte 1S37 aus der bisherigen
Personalunion befreit. Dagegen breitete sich die britische Herrschaft
in Asien, besonders Ostindien, gewaltig aus ; mit dem 1. Sept.
1S5S gingen die sämmtlichen Besitzungen der Ostindischen Compagnie
unter die unmittelbare Herrschaft des Britischen Staates über und
in Australien begann die Bildung einer neuen Colonialwelt, der man,
ebenso wie Canada und dann dem Cap, einen hohen Grad der Selbständigkeit
gewährte. Auf die Oberherrlichkeit über die Ionischen Inseln
verzichtete Britanien ISO! freiwillig (s. Griechenland).
I'iiiaiizeii.
Budget. Dasselbe wird vom Parlamente (vielmehr dem Unterhause)
je auf ein Jahr festgestellt. Das Rechnungsjahr beginnt mit dem 1. April.
Der Finanzplan des Schatzkanzlers für 1 , den das Parlament annahm,
lässt sich folgendermassen zusammenfassen :
Bedarf:
Schuld: fundirte u. unfundirte 2d’4()(»,000, Annuitäten 1’930,Ü00 =£
Krieg: Landmacht 14’S41,000, Marine lO’I.Ti,000 . , . . =
C i V i 1V e r w a 11 u n g
.\bgahen-Erhebung 4’092,(»00, Paketboote SS3,000 . . . . =
Reservefonds
Zusammen £
Einnahme. Aach den bis dahin erhobenen .\uflagen würden
Ziille [Customs] . . £ 23M 50,000 | Post
Kronländereien (Domänen)
Krie^entschädigung von
China u. Japan . .
Verschiedenes ....
Zusammen £
Accise '£xctse)
Stempel . . .
Taxen ....
Einkommensteuer
IS’030,000
9’320,000
3’250,000
8’000,0(»0
2%’330,000
25’27(>,000
7M)29,000
5’575,000
60,000
f)0’690,000
ertragen :
3’950,000
310,000
000,000
2’250,000
1)9'400,000
Da man aber nicht 2’570,000 über den Bedarf erheben soll, und
da überdies die gewöhnlichen Einkünfte eine Zunahme erwarten lassen,
so werden folgende Auflagen vermindert: Zuckerzoll um F7 10,000 JC,
Eink.-Steuer (I Den. vom .C) = F233,t)00, Abgabe von Brandversicherungen
283,000, Licenzen 15,000, zusammen 3 250,000JC.— Die
Grafschafts- und Gemeindeauflagen sind hier nicht einbegriffen. Die
Armensteuern bilden den bedeutendsten Theil dieser Last, nächstdem
der Aufwand für Polizei und Gefängnisse. Mit Einrechnung von Weggeldern
an Private und andere, hieher eigentlich nicht gehörige Abgaben,