Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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GKüSSBlíITANIKN.  —  Finanzen  Einnahmen).

Anhänger  desselben  gleichwol  auf  den  hohen  Ertrag  dieser  Auflage  hinweisen
  ,  so  übersehen  sie,  dass  von  jener  Summe  schon  vor  dem  Handelsverträge ­
  mit  Frankreich  kaum  eine  IVIill.  aus  Manutacten  herrührte.
Im  J.  1861  lieferten  zur  Gesammtsumme  von  23%  Mill.:  Zucker  fast
6%  ,  Tabak  über  5%  ,  Thee  über  5%  ,  Spiritus  und  Wein  fast  4  ,  —
diese  vier  Posten  also  allein  fast  21  %  Mill.  |  alle  übrigen  Verkehrsartikel
waren  nur  mit  wenig  über  2  Mill,  belastet.  —  Der  erwähnte  Handelsvertrag ­
  hat  die  befürchtete  Verringerung  der  Einkünfte  keineswegs  zur
Folge  gehabt.
Accise.  Dieselbe  trifft:  Branntwein,  Malz,  Hopfen,  inländischen
Zucker  (nur  sehr  wenig  producirt),  und  einige  Gewerbe,  wie  Fuhrwerksunternehmen, ­
  Eisenbahnen,  Methverfertigung,  Seifen  -  und  Tabaksfabrikation, ­
  Von  Getränken  unterliegen  blos  die  im  Inlande  erzeugten
der  Accise  (die  vom  Auslande  eingeführten  sind  dagegen  zollpflichtig).
Einige  der  mit  dem  Accisewesen  verbundenen  Auflagen  (namentlich  die
eine  Art  Gewerbssteuer  bildenden)  gehören  eigentlich  in  die  Classe  der
directen  Steuern.  Der  Reinertrag  der  Accise,  im  J.  1847  12’883,G7S,
stieg  1860  auf  20  Va,  betrug  dann,  trotz  starker  Verminderung  der  Auflage, ­
  1861  fast  19%,  1862  18%  Mill.,  1863  17'155,000  und  1864
18’207,000  £,  und  bildet  somit  nächst  dem  Zolle  die  bedeutendste  Einkommensquelle. ­
  Als  wichtigste  Unterabtheilung  erscheint  die  Auflage
auf  Branntwein,  8  Shill,  von  der  Gallone,  und  im  Ganzen  8  /.  bis  9
Mill.  £  liefernd,  nächst  ihr  die  auf  Malz  (Bier),  4  Shill.,  im  Ganzen  6'/%
bis  7  Mill,  einbringend;  ausserdem  müssen  vom  Hopfen  2  Den.  pr.
Pfund  entrichtet  werden*).  Die  Abgabe  von  Eisenbahnen,  1832  zum
erstenmal  erhoben  und  nur  634  £  abwerfend,  bringt  jetzt  etwa  350,060
ein.  Es  müssen  5  Proc.  vom  Personentransport  entrichtet  werden,  doch
hat  man  die  dritte  Wagenclasse  unter  der  Bedingung  freigelassen,  dass
der  Fahrpreis  nicht  über  1  Den.  pr.  Meile  betrage.  Die  Papiersteuer
(zuletzt  1'350,000  JG  ertragend)  ist  seit  Oct.  1861  abgeschafft.
Stempel.  Theils  eine  flxe,  theils  proportioneile  Gebühr,  wird  erhoben ­
  von  Verträgen,  Wechseln,  Quittungen,  Schenkungen,  Testamenten ­
  ,  Erbschaften  und  F'euerVersicherungspolicen.  Der  Gcsammtertrag
war  18«%:,  8’994,000,  18"/,.  9’3I7,000  £.  Die  Abgabe  von  Quittungen, ­
  Anweisungen  und  Checks**)  beträgt  1  Den.  ;  —  der  Wechsel-*)

  Die  Branntweincon.sumtion  blieb  mich  lange  ziemlich  gleich,  etwa  <»,S  Gallone ­
  auf  jeden  Kopf  der  Bevölkerung  ;  sie  hat  sich  seit  iMiO  sogar  verringert,
auf  etwa  19'/,  Mill.  Gallons,  statt  nahezu  2(1  Mill,  im  J.  Is')!.  Der  Bierverbrauch ­
  dagegen  nimmt  stark  zu.  Schon  im  J.  ward  die  Bierpreduction
auf  530  Mill.  Gallonen  (=  21  Mill.  Hectoliter)  berechnet.  Bei  einem  Verkaufpreise ­
  von  12  Shill.  2  Den.  die  Gallone,  ergibt  sich  ein  Jahresaufwand  der  Bevölkerung ­
  von  fast  200  Mill.  Thlr.  für  Bier.
**)  In  London  hat  Niemand  viel  haares  Geld  im  Hause;  selbst  der  mittlere
Privatmann  hat  einen  Bankier,  bei  dem  er  sein  Geld  hinterlegt.  Der  Bankier
gibt  ihm  dafür  ein  kleines  längliches  Buch,  dessen  Blätter  aus  gedruckten  Anweisungen ­
  bestehen,  in  welche  der  Besitzer  die  Summe  einschreiht,  die  er  von
seinem  Gelde  beziehen  will.  Diese  Wechsel,  welche  nach  Sicht  bezahlt  werden
und  auf  jede  Summe  von  1  ^  aufwärts  lauten  können,  nennt  man  Checks.  Man
bezahlt  seine  Ausgaben  mit  diesen  Checks,  die  oft  einige  Zeit  cirkuliren,  bis  sie
eincassirt  werden.  Ein  jeder  dieser  Checks  bekommt  nun  einen  Penny-Stempel
            
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