Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

324

ITALIEN.  —  Finanzen  Budget).

Summen  ergeben  zusammen  139  Mill.  Zur  Deckung  des  auch  darnach
verbleibenden  Ausfalls  seien  Schatzscheine  {Buont  del  Tesoro)  auszugeben, ­
  was  um  so  mehr  zulässig  erscheine,  da  nicht  mehr  als  für  30  Mill,
solcher  Scheine  sich  im  Umlaufe  befänden.  Später  ward  Vermehrung
der  Schatzscheine  auf  200  Mill,  verlangt.

Der  ministerielle  Budgetentwurf  für  1803  schloss  mit  folgenden
Zahlen  :

ordentliche  ausserord.  zusammen
Bedarf  70:V343,296  172’044,129  »35’3b7,425  Lire
Einkünfte  549’355,244  05'450,400  bl4’811,ü50  -
Deficit  '  ”213’98H,052  100’587,723  32(»’575,775  Lire

Unter  den  ordentlichen  Ausgaben  erscheinen;  die  Schuld  mit
340’508,000,  die  Landm.  mit  197’070,000,  die  Marine  mit  53,906,000,
zus.  Schuld  und  Kriegswesen  über  59  1  %  Mill.,  —  fast  die  Gesammtsumme
  der  erwarteten  Einnahme  !  Die  definitive  Feststellung  der  Ausgaben ­
  lautete  auf  780’75S,505  L.  im  ordentlichen,  und  103*032,799
im  auszerordentlichen  Etat,  zus.  943*791,304.
Im  Budgetentwurfe  für  1804  berechnete  der  Minister  den  ordentlichen ­
  Bedarf  auf  757*253,448,  den  ausserord.  auf  124*106,988,  zus.
880  300,435.  (Dabei  erschien  das  Militär  in  der  ersten  Abtheilung  mit
191*013,173,  in  der  zweiten  mit  42*921,720  :  ebenso  die  Marine  erst
mit  41*314,052,  dann  weiter  mit  2*815,920.)  —  Die  wirklichê  Feststellung ­
  durch  die  Kammern  ergab  indess  :  ordentlicher  Bedarf  770  Millionen, ­
  ausserordentlicher  120,  zus.  902;  —  ordentl.  Einn.  520,  ausserord. ­
  120,  zus.  646;  Deficit  250  Mill.  Später  wurden  diese  Zahlen
bedeutend  modificirt,  jedoch  ohne  Verminderung  des  Deficits  (s.  unten).
Indess  erwies  es  sich  schliesslich,  dass  alle  diese  Voranschläge
täuschend  waren.  Aus  einer  vom  Finanzminister  im  Juni  1804  an  die
Kammer  gebrachten  Vorlage  ergab  sich  folgende  wirkliche  Bilanz,
wenn  man  die  ordentlichen  und  ausserordentlichen  Etats  zusammenfasst  :

1862  1863
Bedarf  97.V.)»2,584  9»;2’!»it  J,7(to  Lire
Einnahme  590’70l,89(}  5S5’914,142  -
Defiüit  .  .  384’S90,08S  377’(»‘'0,558  Lire
Dabei  erscheinen  unter  diesen  Einnahmen  im  ersten  Jahre  33*753,210,
im  zweiten  47*904,107  I>.  als  Erlös  von  veräusserten  Staatsgütern;
neben  jenen  durch  Schulden  gedeckten  Deficiten  ward  also  auch  das  unmittelbare ­
  Staatsvermögen  um  die  eben  angegebene  Summe  vermindert.
Der  Budgetentwurf  für  180;)  schliesst  folgendermassen  ab  :
ordentl.  ausserord.  zusammen
Bedarf  747*308,308  f  00*470,200  853*838,034  Lire
Einnahme  504*003,107  01*437,011  025*500,718  -
Deficit  183*305,201  45*7)32^55  228*33T,7ñ0  Lire
Es  wäre  unbillig,  nicht  zu  erwähnen,  dass  sich  unter  den  ausserordentlichen ­
  Ausgaben  sehr  bedeutende  Summen  zu  productiven  Zwecken
befinden,  —  allerdings  neben  solchen  für  das  Kriegswesen  u.  s.  w.  Nach
einer  ministeriellen  Berechnung  vom  Jan.  1804  betrugen  die  in  den
4  Jahren  des  Bestehens  des  neuen  Staates  für  öffentl.  Arbeiten  bestimmten ­
  Ausgaben;
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.